Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

IGZ: Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme

Prof. Dr. Nicole van Dam, Wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) und Professorin am Institut für Biodiversität der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ist Mitglied der neu geschaffenen Ständigen Senatskommission Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen (SKAE) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Portrait der Wissenschaftlichen Direktorin des IGZ, Prof. Dr. Nicole van Dam. Bild: FSU/Anne Günther.

Die DFG hat die Kommission ins Leben gerufen, um wissenschaftliche Erkenntnisse in diesem Bereich aufzuarbeiten und politikberatend tätig zu werden. Prof. van Dam bringt als renommierte chemische Ökologin eine umfassende Expertise im Bereich biodiversitätserhaltender Pflanzenanbausysteme mit. Ihre Mitarbeit in der Senatskommission unterstreicht die Bedeutung des IGZ als Forschungseinrichtung, die sich aktiv an Lösungen für eine nachhaltige Gestaltung von Agrar- und Ernährungssysteme arbeitet.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Doris Vetterlein wird die Senatskommission grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse zusammenführen und auf ihre gesellschaftliche und politische Relevanz hin prüfen. Die breite wissenschaftliche Expertise der Kommission, bestehend aus 18 Expert*innen aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten, ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung der Herausforderungen und Chancen entlang der Wertschöpfungskette vom Anbau bis zu den Konsument*innen.

Im Mittelpunkt der Arbeit der Senatskommission stehen kontrovers diskutierte Themen, sich neu entwickelnde Fragestellungen sowie die Bewertung von Potenzialen und Risiken technischer Innovationen konzentrieren. Die thematischen Schwerpunkte der zum 1. Januar 2024 eingerichteten Kommission umfassen Wege zur Ernährungssicherung innerhalb der planetaren Grenzen, Wege zur Diversifizierung im Anbau von Kulturpflanzen sowie Wege zur gesellschaftlichen Transformation der Produktion und des Konsums von Fleisch und tierischen Produkten.

Das IGZ sieht in dieser Ausrichtung eine wichtige Chance, um zukunftsweisende Impulse für die nachhaltige Entwicklung von Agrar- und Ernährungssystemen zu geben.

Prof. Dr. Nicole van Dam begrüßt ihre neue Aufgabe: „Die Transformation zu einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Pflanzenproduktion kann nur gelingen, wenn die zu treffenden Maßnahmen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Das IGZ ist eines der wenigen verbliebenen Forschungsinstitute in Deutschland, das wissenschaftliche Grundlagen- und angewandte Forschung zur Erzeugung klimaresistenter und gesunder Gartenbaukulturen in Produktionssystemen mit geringerem Pestizid-, Düngemittel- und Energieeinsatz verbindet. Ich freue mich daher sehr, dass wir unsere Expertise, die von der molekularen und chemischen Biologie bis hin zu gartenbaulichen Produktionssystemen reicht, in diesen wichtigen DFG-Ausschuss einbringen können.“ Die konstituierende Sitzung der Senatskommission ist für Ende April geplant.

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau

Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) e.V. ist ein Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft und trägt mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aus der Grundlagen- und Anwendungsforschung im Gartenbau zur Lösung aktueller globaler Herausforderungen bei. Dazu gehören der Erhalt der Biodiversität sowie die Bekämpfung des Klimawandels und eine immer noch weitverbreitete Fehlernährung. Das Institut wird gemeinschaftlich durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert. Das IGZ hat seinen Sitz in Großbeeren. (IGZ)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.