Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

IGZ: Prof. Dr. Nicole van Dam wird neue wissenschaftliche Direktorin

Prof. Dr. Nicole van Dam wird ab dem 1. Oktober 2022 als neue wissenschaftliche Direktorin die Leitung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) übernehmen.

Prof. Nicole van Dam. Bild: IGZ.

Prof. Dr. Nicole van Dam ist Professorin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Biodiversität, und leitete seit 2014 die Forschungsgruppe „Molekulare Interaktionsökologie“ am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Sie ist Expertin im Bereich der chemischen Pflanzenökologie und untersucht die Interaktion zwischen Pflanzen und anderen Organismen oberirdisch und im Wurzelraum.

Frau van Dam wird ihre Arbeit am IGZ am 1. Oktober 2022 aufnehmen und mit einer Festveranstaltung am 10. Oktober 2022 am IGZ in Großbeeren willkommen geheißen. Prof. Dr. Nicole van Dam wird damit die Nachfolgerin von Prof. Dr. Eckhard George, der seit 2000 als wissenschaftlicher Direktor des IGZ tätig war und in den Ruhestand geht. Neben ihrer Tätigkeit als Forschungsgruppenleiterin am iDiv war Nicole van Dam auch Mitglied des Vorstands und des iDiv Science Strategy Boards, iDiv-Ratsmitglied und Vorsitzende des Female Scientist Career Fund. Sie ist unter Anderem Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Chemische Ökologie (International Society of Chemical Ecology, ISCE) und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Subtropical and Mediterranean Horticulture Institute (IHSM) in Malaga, Spanien.

"Mit großem Enthusiasmus trete ich meine neue Aufgabe am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) an. Die von den Wissenschaftler*innen am IGZ generierten Erkenntnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur globalen Ernährungssicherung und zum Erhalt der Biodiversität sowie ebenso zu Erhalt und Verbesserung der menschlichen Gesundheit. Ich sehe es als eine positive Herausforderung, die Mission des IGZ zur Schaffung wissenschaftlicher Grundlagen für eine nachhaltige und gesunde Gartenbauproduktion fortzuführen und weiterzuentwickeln." Nicole van Dam, wissenschaftliche Direktorin des IGZ ab 01.Oktober 2022. „Der Gartenbau gibt Antworten zu den derzeitig drängenden gesellschaftlichen und klimaschutzpolitischen Anforderungen, Mit Prof. Nicole van Dam erhält das IGZ eine hochkompetente wissenschaftliche Leiterin, die neue Impulse für die Forschung des Instituts geben wird.“ sagt Monika Schreiner, stellvertretende Direktorin des IGZ.

Nicole van Dam wird am IGZ ihre neue Forschungsgruppe "Pflanzen und ihre biotischen Interaktionen“ (Englisch: “Plant Biotic interactions”) leiten. Deren Forschungsauftrag besteht darin, molekulare und chemische Mechanismen zu entschlüsseln, die die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und ihrer biotischen Umwelt steuern. Zu diesem Zweck werden die Ergebnisse aus Untersuchungen pflanzlicher Gene und der in Pflanzen gebildeten Inhaltsstoffe mit Messungen der Leistung von Pflanzen und Insekten kombiniert. Die benötigten Pflanzenproben stammen aus Experimenten in Gewächshäusern und Gärten, ebenso wie aus natürlichen und landwirtschaftlichen Ökosystemen. Ziel der Forschung ist es, herauszufinden, mit welchen Mechanismen es Pflanzen gelingt, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, die chemische Vielfalt zu vergrößern und resistenter gegen Schädlinge zu werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse bilden die wissenschaftliche Grundlage für eine nachhaltige Pflanzenproduktion und die Verringerung des Pestizideinsatzes, eines der Hauptziele der " Farm-to-Fork-Strategie" der Europäischen Union. (IGZ)

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