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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IGZ: Neue wissenschaftliche Direktorin
Zur Feier des Amtsantritts der neuen Wissenschaftlichen Direktorin Prof. Nicole van Dam lud das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Gäste aus Politik, Forschung und Praxis an den Institutsstandort in ein Gewächshaus. Der ehemalige Wissenschaftliche Direktor Prof. Eckhard George, der in diesem Rahmen nach über 20jähriger Leitung des IGZ ebenfalls verabschiedet wurde, übergab den symbolischen Schlüssel des Instituts an Prof. Nicole van Dam.
"Auch nach vielen Jahren und unterschiedlichsten Forschungsstationen erforsche ich noch leidenschaftlich gerne, wie Pflanzen mit Hilfe der natürlichen Chemie mit Freund und Feind kommunizieren und insbesondere, wie wir dieses Wissen der chemischen Ökologie auf eine nachhaltige Landwirtschaft und auf einen nachhaltigen Gartenbau anwenden können. Am IGZ werde ich eine Forschungsgruppe für pflanzlich-biotische Interaktionen einrichten und so meine Expertise zur chemischen Ökologie pflanzlicher Interaktionen einbringen. Konkret können wir mit Hilfe von Analysen feststellen, welche Naturstoffe eine Resistenz gegen bestimmte Schädlinge verleihen. Meine Forschung hat auch gezeigt, dass sich die chemische Zusammensetzung von Pflanzen unter Umweltstress wie Hitze und Trockenheit oder in Verbindung mit Bodenpilzen verändert.
Das Wissen, das hier am IGZ gewonnen wird, ist von größter Bedeutung, um viele aktuelle Probleme zu bewältigen. Die Bevölkerung auf unserem Planeten wächst schnell, und alle diese Menschen müssen auf nachhaltige und gesunde Weise ernährt werden, möglichst ohne unsere Umwelt und lebensnotwendige Biodiversität dabei zu schädigen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IGZ liefern bereits wissenschaftliche Grundlagen für Pflanzen, die dem Klimawandel standhalten und Hitze- und Dürreperioden überstehen. Andere erstellen Modelle, die vorhersagen, wie wir Gemüse mit weniger Ressourcen wie Torf oder Dünger produzieren können, und leisten damit einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das IGZ sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene ein wichtiger Akteur sein kann, wenn es darum geht, den nachhaltigen Gartenbau der Zukunft, vom Molekül bis zum Produktionssystem, zu gestalten. In der Gartenbausprache gesagt: hier am IGZ keimen die wissenschaftlichen Samen für die dringend gebrauchten Lösungsansätze für die Probleme, mit denen die gartenbauliche Praxis in Deutschland und weit darüber hinaus kämpft. Innerhalb des IGZ und in Zusammenarbeit mit den vielen Expert*innen an den Leibniz Instituten und den Universitäten in der Region Berlin-Brandenburg werden wir Synergien nutzen, um vorhandene Potentiale weiter zu vergrößern," sagt Prof. Dr. Nicole van Dam.
"Brandenburg kann sich glücklich schätzen: Es verfügt über eine leistungsfähige außeruniversitäre Forschungslandschaft der Agrar- und Umweltwissenschaften. Immer dringender werden Antworten auf überlebenswichtige Fragen gesucht – etwa, wie wir vor dem Hintergrund des Klimawandels regional und global unsere Ernährung sichern. Dazu wird am IGZ speziell für die Gartenbauwissenschaften geforscht – von der Molekulargenetik über die Interaktion von Pflanze und Mikrobiomen, die Qualität von Lebensmitteln bis zur Forschung moderner Gartenbausysteme. Ich freue mich sehr, dass wir Prof. Nicole van Dam für den Forschungsstandort Brandenburg gewinnen konnten. Mit ihr bekommt das IGZ eine international renommierte, bestens vernetzte Wissenschaftlerin und erfahrene Wissenschaftsmanagerin als neue Wissenschaftliche Direktorin. Gleichzeitig gilt mein Dank ihrem Vorgänger Prof. Eckhard George, der das IGZ mehr als 20 Jahre nachhaltig geprägt und sich stets für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler engagiert hat. Ich bin überzeugt: Die Gartenbauwissenschaft ist ein immer wichtiger werdender Teil von 'Zukunft made in Brandenburg'," so Dr. Manja Schüle, Forschungs- und Kulturministerin des Landes Brandenburg (MWFK). (IGZ)

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