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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IGZ: Langzeit-Experiment in Großbeeren
In der Kastenparzellenanlage in Großbeeren wurde eines der weltweit längsten Düngungsexperimente mit Gemüse durchgeführt. Von 1972 bis 2022 wurden Daten erhoben, die nun von Forschenden des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) veröffentlicht wurden. Die im „BonaRes Repositorium für Boden- und Agrarforschungsdaten“ frei zugänglichen Daten unterstützen eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung und einen umweltfreundlicheren Freilandgemüsebau.
Der Versuch wurde 1972 auf gemeinschaftliche Initiative der damaligen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR und der Humboldt-Universität zu Berlin gestartet. Mit einer Laufzeit von 50 Jahren gehört er zu den weltweit längsten Feldexperimenten für Gemüse. Ziel war es, die Auswirkungen verschiedener organischer und mineralischer Düngemittel im System Boden-Pflanze zu untersuchen. Dafür wurden Daten zu Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium im Boden und in der Pflanze erhoben. Während klassische Dauerversuche meist auf Ackerkulturen ausgerichtet sind, wurden im Großbeerener Experiment verschiedene Gemüsearten angebaut: Weißkohl, Möhre, Gurke, Porree und Sellerie. Die Untersuchungen fanden auf drei unterschiedlichen Bodenarten statt (Sand, sandiger Lehm und Lehm). Auf ihnen wurden jeweils zwölf Düngungsvarianten getestet, in denen Menge und Kombination unterschiedlicher organischer und mineralischer Stickstoffdünger variierten.
Das Langzeitexperiment wurde durch zahlreiche Mitarbeitende der beteiligten Institutionen wissenschaftlich, technisch und gärtnerisch betreut. Insgesamt resultierten bisher 35 Publikationen und zehn Dissertationen aus dem Versuch. Seit der Neugründung des IGZ im Jahr 1992 lag die Leitung in der Hand von Dr. Jörg Rühlmann, Forschungsgruppenleiter am IGZ. Gemeinsam mit Dr. Eric Bönecke und Dominik Müller bereitete er die erhobenen Daten auf, die nun Wissenschaftler*innen weltweit zur Verfügung stehen.
Langzeitstudien wie diese sind essenziell, um die langsam ablaufenden Bodenprozesse zu quantifizieren und zu verstehen sowie darauf aufbauend Strategien für eine nachhaltige Landbewirtschaftung entwickeln zu können. Besonders wichtig ist die Berechnung von Nährstoffbilanzen: Welche Nährstoffmengen werden dem System zugeführt? Welche verbleiben in Pflanze und Boden? Welche werden n die Umwelt ausgetragen? Solche Erkenntnisse tragen dazu bei, den Düngebedarf präziser zu bestimmen. Dadurch können Gärtner*innen mit minimalem Düngereinsatz hohe Erträge sichern und zugleich den Nährstoffeintrag in die Umwelt reduzieren. Dieses Wissen hilf nicht nur, vergangene Entwicklungen zu verstehen, sondern bildet die Grundlage für zukunftsweisende Innovationen im Gartenbau.

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