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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IGW: Der Weihnachtsbaumverkauf läuft an
Obwohl der Verkauf zum Beginn der Adventszeit etwas schwächer als in den Vorjahren angelaufen ist, zeigen sich die Anbauer dennoch verhalten optimistisch. Das ergibt eine Umfrage der Interessengemeinschaft der Jungweihnachtsbaumanbauer (IGW) unter ihren 70 Mitgliedsbetrieben in Deutschland und Österreich. Vorsitzender Peter Geiß (Peiting, Oberbayern): „Wir haben die zwei Corona-Jahre gut überstanden, wir werden auch die aktuelle Krise mit dem Krieg in der Ukraine und der Inflation überstehen.“ Nachdem die meisten Corona-Beschränkungen entfallen sind, bestelle der Großhandel wieder beherzter, stellt die IGW fest. Der Direktverkauf ab Hof und Verkaufsstand dagegen hat sich bei den meisten Anbauern schwächer angelassen als in den Vorjahren. Bernhard Kammerer (Christbaumhof Kammerer, Leuchtenberg, Oberpfalz) vermutet, dass sich die Kunden etwas mehr Zeit lassen, da kein Lockdown zu befürchten sei. Peter Geiß (Tannen Geiß, Peiting) ergänzt, die Adventszeit habe dieses Jahr sehr früh begonnen, und außerdem können Kunden wieder die Weihnachtsmärkte für ihren Baumkauf nutzen, der dann beim Direktverkauf fehlt. Das bestätigt Stefan Spennesberger (Tannenhof Oberweilbach, Oberbayern), er verweist auf die Vereins- und Firmenveranstaltungen, die nunmehr wieder erlaubt sind und bei denen oftmals auch Christbäume zu bekommen sind.
Karl-Heinz Mösges (Holzminden, Niedersachsen) hat wie auch sein Kollege Kai Hellwinkel (Soltau, Niedersachsen) einen schwächeren Saisonstart registriert, führt dies aber ebenfalls auf die vergleichsweise frühe Adventszeit zurück. „Sehr zufrieden“ hingegen ist bis jetzt Florian Posch (Poschbaum, Strallegg, Steiermark), während Jürgen Schneiders (Hunsrücktanne, Kappel, Rheinland-Pfalz) und Bernd Siebe (Hof Siebe, Lübbecke, Ostwestfalen) die ersten Umsätze als vergleichbar mit den beiden vergangenen Jahren sehen.
IGW-Chef Peter Geiß freut sich über den in den vergangenen Jahrzehnten erreichten hohen Selbstversorgungsgrad von 80 bis 90% in Österreich und Deutschland. Früher hätten wesentlich mehr Bäume eingeführt werden müssen. Kurze Wege zwischen Anbau und Vermarktung sind ökologisch sinnvoll, weshalb die IGW den regionalen Anbau fördert. Die Nachfrage nach Tännchen und Tannen zum Weihnachtsfest ist ungebrochen. Tatsächlich stellen die Weihnachtsbaumhändler einen Trend zum Zweit- und sogar Drittbaum fest: für den Vorgarten, die Terrasse, den Balkon oder den Flur sowie einen kleinen Baum fürs Kinderzimmer. Der Weihnachtsbrauch des geschmückten Tannenbaums hat sich vom deutschsprachigen Raum aus in alle Welt verbreitet. Die Ursprünge liegen in vorchristlicher Zeit, die Ausprägung in der heutigen Form erfolgte später. Als erster schriftlicher Nachweis gilt eine Urkunde von 1492 in Straßburg. Von 1527 datiert eine Rechnung über Weihnachtsbäume aus dem unterfränkischen Stockstadt. In Deutschland werden nach Schätzungen alljährlich mehr als 25 Millionen Bäume für das Fest benötigt, in Österreich nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Christbaumproduzenten 2,6 Millionen. Die beliebteste Baumart ist mit weitem Abstand die Nordmanntanne; ihr Anteil liegt bei 80%.

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