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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IGP: Wirkstoffverbote gefährden Selbstversorgung
Eine Studie der HFFA Research GmbH in Deutschland belegt, dass regulatorische Eingriffe im Pflanzenschutz wie Wirkstoffverbote oder wegfallende Notfallzulassungen künftig Ertragsverluste von 10-20% verursachen können. Grund dafür ist ein erhöhter Schädlingsdruck. Klimatische Einflüsse können wiederum in einzelnen Jahren Ertragsrückgänge von durchschnittlich 20% bringen. Bei Obst sind es sogar bis zu 46%. Zur Orientierung: In Österreich ist der Selbstversorgungsgrad bereits jetzt bei Getreide nur mehr 88%, Erdäpfel 86%, Gemüse 58%, Obst 45% und Ölsaaten 35%.
NGOs und EU-Agrarpolitik haben lange Zeit Warnungen der seriösen Wissenschaft, der Landwirtschaft und der Industrie ignoriert. Nun ist das Ergebnis klar sichtbar: „Die EU-Agrarpolitik war schlecht beraten, populistischen Organisationen zu folgen, die ausschließlich mit Emotionen statt Fakten argumentieren. Die Zeche zahlen die bäuerlichen Betriebe, die nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können, und die Konsumenten. Sie haben künftig mit Preissteigerungen zu kämpfen und werden in den Supermarkt-Regalen weniger regionale Produkte finden“, kritisiert Christian Stockmar, Obmann der IGP. „Es braucht dringend eine Trendwende hin zu gesunden Pflanzen. Basis sind die Methoden des integrierten Pflanzenbaus, ausreichend Wirkstoffe, die Förderung von Technologie und Digitalisierung sowie eine agrarische Bildungsoffensive nach dem Vorbild Österreichs. Andernfalls droht der 'Keinkostladen Europa' und damit aufgrund der Abhängigkeit von Drittländern eine hohe Vulnerabilität bei der Versorgung mit Lebensmitteln.“

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