Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

IG BAU: "Kein schöner Strauß zum Muttertag"

Die Floristikunternehmer ziehen ihr Tarifangebot zurück und wollen derzeit nicht verhandeln - die Gewerkschaft kündigt Aktionen an.

Die Tarifgespräche in der Floristik-Branche haben ein jähes Ende gefunden. Bild: GABOT.

Das ist kein besonders schöner Strauß, den der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) so kurz vor dem Muttertag da gebunden hat, wo sich die Branche gerade zu dieser Zeit doch so viel Mühe gibt. Der Arbeitgeberverband sagte jetzt jegliche Verhandlungen mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt für einen neuen Tarifvertrag ab und stellte in Aussicht, Mitte des Jahres „eventuell“ an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Besonders pikant ist dabei, dass der FDF im Dezember vergangenen Jahres schon einen Vorschlag gemacht hatte: 3% mehr Lohn, Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 30 Euro, Laufzeit zwölf Monate. Die IG BAU war daraufhin von allen ihren Forderungen abgerückt und hatte diesem Angebot zugestimmt. Somit lag schon eine Einigung vor.

„Also für mich ist das nur noch ein Strauß aus Unkraut und Brennnesseln. Für diese Rolle rückwärts und Hinhaltetaktik habe ich überhaupt kein Verständnis“, sagt Harald Schaum, Vizevorsitzender des Bundesvorstandes der IG BAU. „Aber am Besten ist die Begründung der Floristikunternehmer: Aufgrund der Corona-Pandemie sei der Umsatz komplett eingebrochen. Man liest es täglich in der Zeitung, alle Welt rennt in die Gartenmärkte und Blumengeschäfte um es sich zu Hause schön zu machen, Pflanzen gehen über den Ladentisch wie nie zuvor. Diese Begründung ist einfach lächerlich.“ Schaum fordert den FDF auf, das einst vorgelegte Angebot zu reaktivieren und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Sonst würden die IG BAU-Mitglieder in der Floristik in den nächsten Tagen und Wochen ihrem Ärger „mit vielerlei Aktionen Luft machen! Das wird dann kein besonders rosiges Frühjahr für die Floristik-Arbeitgeber“, so Schaum abschließend.

In der Floristikbranche sind in Deutschland rund 31.000 Menschen beschäftigt. (Quelle: IG BAU)

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