Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ifo: Unternehmen sind tief verunsichert

Ihre zukünftige Entwicklung einzuschätzen, ist für Unternehmen in Deutschland zunehmend eine Herausforderung. Das ergab eine Auswertung des ifo Instituts im Zuge der ifo Konjunkturumfrage.

Generell ist die Unsicherheit seit der Corona-Pandemie auf einem hohen Niveau.

Im Oktober fiel es 77,8% der Firmen schwer oder eher schwer, ihre Geschäftsentwicklung zu prognostizieren. Im September waren das noch 75,4%, im Juni 72,2%. Die Antworten gelten als Indikator für wirtschaftliche Unsicherheit und sind derzeit auf dem zweithöchsten Stand seit der Corona-Pandemie. „Die Unternehmen sehen sich vielen geopolitischen Risiken ausgesetzt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Zudem sendet die Politik im Moment keine klaren Signale im angekündigten Herbst der Reformen.“

In der Industrie ist die Unsicherheit besonders hoch. Der Anteil der Unternehmen, die Schwierigkeiten bei der Planung ihrer Geschäftsentwicklung melden, liegt bei knapp 90%. De facto ist keine Branche davon ausgenommen.

Im Handel waren im Oktober 85,3% der Unternehmen unsicher, was ihre zukünftigen Geschäfte angeht. Bei den Dienstleistern liegt dieser Anteil mit knapp 70% deutlich niedriger, im Baugewerbe bei 72,7%. Sollte sich das anstehende Infrastrukturpaket konkretisieren, dürfte hier die Unsicherheit sinken.

Generell ist die Unsicherheit seit der Corona-Pandemie auf einem hohen Niveau. Die historischen Tiefstwerte sind vor 2020 erzielt worden. Sie liegen in der Industrie bei 74,1%, im Dienstleistungssektor bei 46,2%, im Handel bei 67,5% sowie im Baugewerbe bei 32,6%.

Die Erhebung der Unsicherheit erfolgt im Rahmen der monatlichen Unternehmensbefragung des ifo Instituts. Die Firmen werden gebeten anzugeben, wie leicht oder schwer es ihnen fällt, die zukünftige Entwicklung ihrer Geschäftslage vorherzusagen. Zur Auswahl stehen vier Antwortmöglichkeiten: leicht, eher leicht, eher schwer und schwer. Der Anteil der Unternehmen, die „schwer“ oder „eher schwer“ ankreuzen, wird als Indikator für wahrgenommene Unsicherheit interpretiert. Die Fragestellung nähert sich dem Thema Unsicherheit somit indirekt.

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