Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ifo: Politischer Stillstand gefährdet Wachstum

Die deutsche Wirtschaft dürfte sich auch in diesem Jahr kaum aus der Stagnation befreien, sollte es nicht bald gelingen, mit wirtschaftspolitischen Reformen die Standortprobleme in den Griff zu bekommen. Das ifo Institut erwartet dann ein kaum wahrnehmbares Wachstum von 0,4%.

Das ifo Institut will die wirtschaftspolitische Debatte in Deutschland und in Europa mitgestalten.

„Deutschland durchläuft die mit Abstand längste Stagnationsphase der Nachkriegsgeschichte. Auch im internationalen Vergleich fällt Deutschland deutlich ab“, sagt ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. 

Wenn nicht gegengesteuert wird, befürchten die ifo Forscher, dass Industrieunternehmen Produktion und Investitionen weiter ins Ausland verlagern. Das Produktivitätswachstum würde auch deshalb schwach bleiben, weil Wertschöpfung und Beschäftigung in hochproduktiven Industriezweigen durch Wertschöpfung in Dienstleistungsbereichen mit geringem Produktivitätswachstum ersetzt würde. Sollten aber die richtigen wirtschaftspolitischen Weichen zügig und verlässlich gestellt werden, würden sich Investieren und Arbeiten in Deutschland wieder mehr lohnen, und damit könnte auch ein Wachstum von gut einem Prozent erreicht werden. Der Strukturwandel würde nicht nur die alten Produktionstechnologien verschwinden, sondern auch neue im Verarbeitenden Gewerbe entstehen lassen.

Im Jahr 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nur wenig höher als im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Damit tritt deutsche Wirtschaft seit nunmehr fünf Jahren auf der Stelle. Digitalisierung, Dekarbonisierung, Demografie und Deglobalisierung gehen mit strukturellen Veränderungen der deutschen Wirtschaft einher, die durch die Krisen der vergangenen Jahre spürbar beschleunigt wurden. Im internationalen Vergleich ist Deutschland von diesen Veränderungen besonders stark betroffen.

„Im Vergleich zu anderen Standorten weltweit sind die Belastungen der Unternehmen durch Steuern, Bürokratie und Energiekosten hoch, die Erneuerung der Digital-, Energie- und Verkehrsinfrastruktur kommt langsamer voran und der Fachkräftemangel ist ausgeprägter“, sagt Wollmershäuser. Daher habe die Industrie spürbar an Wettbewerbsfähigkeit verloren und sich der deutsche Warenexport immer mehr von der weltwirtschaftlichen Entwicklung entkoppelt. Investitionsentscheidungen fielen zu Ungunsten des Produktionsstandortes Deutschland aus. Zudem habe vor allem China bei der Produktion wichtiger Technologien, insbesondere im Fahrzeug- und Maschinenbau, aufgeholt und sich von der verlängerten Werkbank der Welt zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten entwickelt. In der Folge verlören deutsche Unternehmen Weltmarktanteile bei Produkten, bei denen sie jahrzehntelang Marktführer waren, so der ifo Konjunkturchef. (ifo)

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