Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ifo: Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem

Die Hälfte der deutschen Unternehmen nennt Bürokratie und Regulierung als größtes Problem des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Die Unternehmen wurden gefragt: Was sind derzeit die größten Probleme des Standorts Deutschland für Ihr Unternehmen?

Laut der ifo Konjunkturumfrage folgen mit deutlichem Abstand die Energiekosten mit 27% und die Arbeitskosten mit 22%. „Der bürokratische Aufwand wirkt auf zwei Wegen: Er bindet Personal, das an anderer Stelle fehlt, und er verhindert Investitionen, die sich nicht mehr rechnen, sobald man den Genehmigungs- und Dokumentationsaufwand einpreist“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Befragungen. „Der zweite Effekt ist der teurere und er taucht in keiner Statistik auf, weil das Vorhaben nie begonnen wird.“

Am seltensten nennen Solo-Selbständige (33%) Bürokratie als Problem, gefolgt von Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden (41%). Zwischen großen (59%), mittleren (58%) und kleinen Unternehmen (50%) fallen die Unterschiede gering aus. „Wer Beschäftigte hat, Anlagen betreibt und exportiert, ist von mehreren Regelwerken gleichzeitig erfasst – vom Arbeitsrecht über Berichtspflichten bis zum Datenschutz“, sagt Wohlrabe. „Selbständige und Kleinstunternehmen fallen aus vielen dieser Pflichten noch heraus. Sobald ein Betrieb eine gewisse Größe erreicht, greifen sie fast alle auf einmal.“

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Wirtschaftsbereichen. In der Industrie nennen 39% die Energiekosten als Standortproblem, im Dienstleistungssektor nur 17%. Das Baugewerbe verweist überdurchschnittlich häufig auf fehlende Fachkräfte (29%) und auf langwierige Genehmigungsverfahren (13%). Im Handel steht die schwache Nachfrage im Vordergrund: 25% nennen die allgemeine Wirtschafts- und Auftragslage, mehr als in jedem anderen Bereich.

Selbständige setzen andere Schwerpunkte als Unternehmen mit Beschäftigten. Sie nennen deutlich häufiger Unsicherheit und fehlende Planbarkeit (21%) sowie Steuern und Abgaben (17%), dafür kaum Arbeitskosten oder Fachkräftemangel.

Weitere häufig genannte Themen aller befragten Unternehmen sind Fachkräftemangel (17%), politische Rahmenbedingungen (16%), Steuern und Abgaben (13%) sowie fehlende Planungssicherheit (13%).

Die Angaben stammen aus einer Sonderfrage der ifo Konjunkturumfrage vom Juli 2026. Die Unternehmen wurden gefragt: „Was sind derzeit die größten Probleme des Standorts Deutschland für Ihr Unternehmen?“ Die Antwort erfolgte als freier Text ohne vorgegebene Kategorien. Ausgewertet wurden 4.449 Antworten aus Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen, die festen Themenfeldern zugeordnet wurden. Da Mehrfachnennungen möglich waren, summieren sich die Anteile auf mehr als 100%. Die Prozentwerte beziehen sich auf die Unternehmen, die die offene Frage beantwortet haben.

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