Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ifo Institut: Prognostiziert kleines Wachstum für 2025

Wegen der großen Unsicherheiten stellt das ifo Institut zwei Szenarien für die aktuelle Konjunkturprognose vor: Sollte es der deutschen Wirtschaft nicht gelingen, ihre strukturellen Herausforderungen zu bewältigen, wäre nur ein Wachstum um 0,4% zu erwarten. Sollten die richtigen wirtschaftspolitischen Weichen gestellt werden, könnte 2025 ein Wachstum von 1,1% erreicht werden.

Das ifo Institut prognostiziert zwischen 0,4 und 1,1% Wachstum für 2025.

„Im Moment ist noch nicht klar, ob es sich bei der derzeitigen Stagnationsphase um eine vorübergehende Schwäche oder um eine dauerhafte und damit schmerzhafte Veränderung der Wirtschaft handelt“, sagt ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. 

Konjunkturell belastet laut Wollmershäuser die schlechte Auftragslage, zu der auch die straffe Geldpolitik in Europa und in vielen deutschen Absatzmärkten beigetragen hat. Mittlerweile aber ist die Kaufkraft wieder zurückgekehrt und der Inflationsdruck, so erwartet es der ifo Konjunkturchef, wird auch in Deutschland weiter abnehmen. Hier rechnet das ifo Institut in beiden vorgestellten Szenarien für das kommende Jahr mit 2,3% und für 2026 mit 2,0%.

„Entscheidend wird sein, ob die exportorientierte deutsche Wirtschaft wieder vom Wachstum in anderen Ländern profitieren kann“, sagt Wollmershäuser. So prognostiziert das ifo Institut für die kommenden beiden Jahre ein Wachstum von jeweils 1,2% im Euroraum, gut 4% in China und etwa 2,5% in den USA.

Bis zuletzt hat sich der deutsche Warenexport laut Wollmershäuser allerdings immer mehr von der weltwirtschaftlichen Entwicklung entkoppelt, insbesondere in der Industrie und insbesondere außerhalb Europas hat Deutschland spürbar an Wettbewerbsfähigkeit verloren.  

Im pessimistischeren Szenario führt diese Schwäche zu einer schleichenden Deindustrialisierung. Industrieunternehmen verlagern Produktion und Investitionen ins Ausland. Aufgrund des Strukturwandels weg von der Industrie hin zu mehr Dienstleistungen bleibt das Produktivitätswachstum schwach, mit einem zeitweisen Anstieg der Arbeitslosigkeit ist zu rechnen. Leichte Wachstumsimpulse gehen von einer langsamen Erholung des privaten Konsums und der Baukonjunktur aus.

Im optimistischeren Szenario trägt eine verlässlichere Wirtschaftspolitik dazu bei, dass Industrieunternehmen ihre Produktionskapazitäten wieder ausweiten und etwa durch steuerliche Anreize mehr investieren und weniger Arbeitsplätze abbauen. In diesem Szenario würden sich auch die Arbeitsanreize verbessern, insgesamt mehr Menschen arbeiten und die einzelnen Beschäftigten weiten ihre Arbeitszeit aus. Dies würde wiederum den privaten Konsum stärken und für ein Absinken der Sparquote sorgen.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.