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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IBMA: "Wachstum durch vorausschauende Politik fördern"
Der Dachverband der Bio-Pflanzenschutzmittelhersteller (IBMA) teilt mit, dass der Markt für biologische Pflanzenschutzmittel in Europa erstmals auf mehr als 1,6 Mrd. Euro angewachsen ist - was fast 10% Marktanteil entspricht. Obwohl die Zulassungsverfahren in Europa bis zu zehn Jahre dauern, haben sich die zugelassenen Produkte seit 2016 verdoppelt. Mehr als 100 Wirkstoffe befinden sich in der Zulassungs-Pipeline. Sobald diese auf dem Markt sind, können sie auf über 28 Mio. Hektar - davon 23 Mio. Hektar Ackerland - eingesetzt werden. So leisten sie nicht nur einen erheblichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, sondern unterstützen langfristig auch Europas Ernährungssicherheit. Trotz verschiedener Hürden verzeichnet der europäische Markt für biologischen Pflanzenschutz eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von fast 10%, während der Markt für konventionellen Pflanzenschutz mit einem CAGR von etwa 4% deutlich zurückbleibt.
Wachstum in allen Produktkategorien
Alle vier Bio-Pflanzenschutz-Kategorien (Nützlinge, Mikroorganismen, Naturstoffe, Pheromone) verzeichnen ein starkes Wachstum. Darüber hinaus hemmt die Zulassung jedoch weitere Innovationen: während der Nützlingsmarkt seit 2016 kontinuierlich wächst, bremste die komplexe EU-Regulierung das Wachstum bei den anderen Kategorien des biologischen Pflanzenschutzes. Beim Einsatz von Nützlingen stieg das Umsatzvolumens seit 2019 um 65%. In den anderen Kategorien lag es „nur“ zwischen 11-20%. „Diese Zahlen zeigen die dringende Notwendigkeit einer EU-weiten, rechtsverbindlichen Definition von Bio-Pflanzenschutz und eines beschleunigten Zulassungsverfahrens. Wir setzen uns dafür ein, es auf die Tagesordnung des Arbeitsprogramms der Europäischen Kommission zu setzen“, so Brigitte Kranz, Geschäftsführerin des Herstellerverbandes für biologischen Pflanzenschutz IBMA Deutschland/Österreich. Während Zulassungsverfahren in den USA und Brasilien zwei bis drei Jahre dauern, müssen europäische Landwirte bis zu zehn Jahre auf neue Pflanzenschutzmittel warten. Dies macht Europa unattraktiv und bringt den europäischen Landwirten einen Wettbewerbsnachteil.

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