- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Hunde vergiftet: Gefahr durch Rizinussch...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Hunde vergiftet: Gefahr durch Rizinusschrot?
Nach Medienberichten soll es einen Zusammenhang zwischen dem Ausstreuen rizinusschrothaltiger Dünger und der Erkrankung beziehungsweise dem Tod von Hunden geben. Unklar ist, ob es sich um Ausnahmefälle handelt.(AW) Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels hat die sofortige Untersuchung von Stichproben aller Düngemittel angeordnet, die Rizinusschrot enthalten. Drei Hunde sind gestorben, mehrere zeigten nach dem Ausstreuen eines rizinusschrothaltigen organischen Düngers Krankheitssymptome.
Im Falle der aktuellen Vergiftungen wird vermutet, dass das in einem Dünger verwendete Rizinusschrot nicht ausreichend erhitzt worden sein könnte und deshalb das giftige Rizin nicht entsprechend zerstört wurde. Wegen des Rizins wird Rizinusschrot vor der Verwendung in Düngemitteln erhitzt, wodurch das Rizin vollständig zerstört wird.
Wegen der Vergiftungen hatte die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) Alarm geschlagen. Offenbar haben die Hunde das rizinusschrothaltige organische Düngemittel wegen der im Dünger enthaltenen Hornspäne aufgenommen. Anzeichen für eine Vergiftung von Hunden durch Rizin sind Erbrechen, schwerer blutiger Durchfall mit Austrocknung, Schläfrigkeit, Schock, Krämpfe und Nierenversagen, so Veterinärmediziner der TiHo. Wenn ein Hund den Dünger verschluckt, sollte man innerhalb einer halben Stunde einen Tierarzt aufsuchen.
Mit den Untersuchungen am Lebensmitteluntersuchungsamt Oldenburg will man auch herausfinden, ob es sich um einen „Ausrutscher“ bei der Produktion einer Einzelpartie Rizinusschrot handelt oder ob solche Probleme häufiger vorkommen. Nach Recherchen des Ministeriums gibt es in Deutschland sechs Anbieter rizinusschrothaltiger Produkte, davon ein Importeur. Das Rizinusschrot, das mit den Vergiftungen in Zusammenhang gebracht wird, hatte nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung eine Krefelder Firma an einen Hersteller organischer Dünger aus Ulm geliefert. (DeGa)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.