Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

HSWT: Peatland Science Centre zeigt angewandte Moorforschung

Im Park von Schloss Bellevue präsentierte sich das Moorforschungszentrum Peatland Science Centre (PSC) der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bei der Woche der Umwelt. Eingeladen hatten der Bundespräsident und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Pia Röder demonstriert einem Standbesucher die Messung von Treibhausgasemissionen an gläsernen Säulen mit Moorprofilen. Bild: Ella Papp, © HSWT.

Anfang Juni verwandelte sich der Park des Amtssitzes des Bundespräsidenten in eine Zelt- und Bühnenstadt. Rund 190 Ausstellende aus Wirtschaft und Technik, Forschung und Wissenschaft sowie aus der Zivilgesellschaft zeigten einem bundesweiten Publikum ihre innovativen Lösungen zum Schutz der Umwelt. Im vorausgegangenen Ideen-Wettbewerb qualifizierten sich auch sieben Unternehmen, vier Hochschulen, drei Vereine, eine Initiative und ein Technologiezentrum aus Bayern – darunter das Moorforschungszentrum Peatland Science Centre (PSC) der HSWT.

Zukunftsfähige Moorentwicklung

Von rund 1,8 Mio. Hektar Moorböden in Deutschland sind über 95% entwässert. Im natürlichen Zustand sind Moore klimaneutral: Durch den Sauerstoffabschluss im nassen Zustand werden Abbauprozesse so stark verlangsamt, dass Torf aufgebaut wird. Bei der Entwässerung wird der Torf unter hohen Treibhausgas (THG)-Emissionen mineralisiert. Die organischen Böden emittieren jährlich rund 53 Mio. Tonnen CO2 – was 7% der gesamtdeutschen Emissionen entspricht.

Wie Treibhausgase gemessen werden, demonstrierte das PSC an gläsernen Säulen mit echten Moorprofilen, an denen sie THG-Messungen live zeigten. Die unterschiedlich hohen CO2-Emissionen von nassen und entwässerten Moorböden werden hierbei erfasst, in Echtzeit übertragen und so der Zusammenhang zwischen Wasserstand und Emissionen aufgezeigt. Den großen Unterschied derart visuell vermittelt zu bekommen war doch sehr beeindruckend für viele Besucherinnen und Besucher. Auch das 3 Meter hohe Torfprofil aus dem Freisinger Moos erntete sehr positive Resonanz. Das PSC zeigte an seinem gut besuchten Stand damit einen Einblick in die Wissenschaftsmethodik und gleichzeitig Lösungen für einen klimafreundlichen Umgang mit Mooren.

Die Nachbarstände ergänzten dabei den Auftritt des PSC ideal: Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) zeigte zusammen mit dem Greifswald Moor Centrum Modelle in Glaskästen von einem Moor als Maisacker, als Paludikultur sowie in renaturiertem Zustand, das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) Potsdam eine Vielzahl an Produkten aus Paludikulturen: zusammen also ein runder Bogen zum Thema Moore. (HWST)

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