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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
HORTICERT: Projektphase erfolgreich beendet
Im Rahmen einer HORTICERT-Zertifizierung wird überprüft, ob Torfersatzstoffe für Blumenerden und Kultursubstrate nachhaltig produziert und verarbeitet wurden und entlang der Lieferketten rückverfolgbar sind. Zudem wird der CO2-Fußabdruck der zertifizierten Substrate transparent ausgewiesen.
Die ersten offiziellen Zertifizierungsaudits fanden bereits im Sommer 2024 statt. Bislang sind insgesamt 23 Zertifikate an Unternehmen in fünf Ländern ausgestellt worden. Im Frühjahr 2025 erfolgte die Markteinführung der ersten im Handel erhältlichen HORTICERT-zertifizierten Blumenerde bei der toom Baumarkt GmbH.
Weiterentwicklung des Zertifizierungssystems
Parallel zu den ersten Zertifizierungen wurde HORTICERT umfassend weiterentwickelt. Dazu zählen die Einführung eines Integritätsprogramms, Maßnahmen zur Qualitätssicherung sowie die Optimierung des Systems in den Bereichen Nachhaltigkeit und Treibhausgasbilanzierung. Darüber hinaus wurde das digitale Rückverfolgbarkeitstool HORTI-TRACE ausgebaut und die Nutzung bei zertifizierten Unternehmen implementiert. Ein neues Lizenzsystem ermöglicht Markeninhabern zudem die Vermarktung von HORTICERT-zertifizierten Produkten. Bei der Weiterentwicklung wurden neue EU-Regularien wie die Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher (EmpCo) berücksichtigt. HORTICERT entspricht den Anforderungen der EmpCo und ermöglicht transparente, überprüfbare Nachhaltigkeitsaussagen. Auch bei weiteren Reporting-Anforderungen (Lieferkettensorgfaltspflichten oder Nachhaltigkeitsberichtserstattung) unterstützt HORTICERT.
Auch künftig soll HORTICERT kontinuierlich an neue Marktanforderungen angepasst und unter Einbeziehung relevanter Stakeholder optimiert und weiterentwickelt werden. Um die Marktrelevanz weiter auszubauen, sind zusätzliche Maßnahmen vorgesehen, wie eine verstärkte Aufklärungs- und Kommunikationsarbeit, um Handel und Endkunden für nachhaltige Alternativen zu sensibilisieren sowie die mögliche Ausweitung des Systems auf weitere Torfersatzstoffe und Gartenbauprodukte.
Abschluss-Stakeholder-Workshop am 25.11. in Berlin
Während des gesamten Projekts war die Einbindung von Stakeholdern ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Als Abschluss der Projektphase fand am 25. November 2025 der Abschluss-Stakeholder-Workshop statt. Über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Industrie, Handel, Forschung, NGOs und weiteren Organisationen erhielten Einblick in die Ergebnisse des Projekts und nahmen aktiv am Austausch teil.
Im Fokus standen die Weiterentwicklung des Zertifizierungssystems, insbesondere in Bezug auf die digitale Lieferkettenverfolgung und die THG-Anforderungen, der Forschungsbedarf zu Emissionswerten von Kompost, die Chancen und Herausforderungen der Zertifizierung in der Kokoslieferkette sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Zertifizierung in der Substratindustrie
Hintergrund
HORTICERT wurde von der Meo Carbon Solutions GmbH (MCS) im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und unter der Projektträgerschaft der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) entwickelt. Der Projektabschluss ist ein zentraler Baustein der Torfminderungsstrategie der Bundesregierung und des Klimaschutzprogramms 2030.

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