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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Höfken: "Der Ökolandbau ist eine Wachstumsbranche"
Umweltministerin Ulrike Höfken hat jetzt in Mendig an einer Informationsveranstaltung für Landwirte teilgenommen, die ihre Betriebe auf ökologische Produktion umstellen wollen. „Der Ökolandbau ist eine Wachstumsbranche mit großem Potential für Betriebe, die ihre Produktion umstellen wollen“, sagte Höfken.
„Immer mehr Menschen, insbesondere junge Familien aber auch Seniorinnen und Senioren, legen Wert auf Fitness, Gesundheit und die Qualität der Ernährung.“ Damit wachse die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln stärker als das im Land produzierte Angebot.
Allein in Deutschland wurden im Jahr 2015 fast neun Milliarden Euro mit Bio-Lebensmitteln umgesetzt, was einer Steigerung um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aufgrund der positiven Verbraucherentwicklung lagen die Gewinne der Ökobetriebe im Bundesdurchschnitt mit rund 56.000 Euro deutlich über den Gewinnen der konventionell wirtschaftenden Haupterwerbsbetriebe, die im Schnitt 41.000 Euro erwirtschaften konnten.
„Wir wollen die Bauern dabei unterstützen, mit modernen Methoden und Fachwissen umwelt- und verbrauchergerecht zu produzieren und diese Marktchancen zu nutzen“, ermutigte Ulrike Höfken die anwesenden Landwirte zur Umstellung auf eine ökologische Bewirtschaftung. Das Interesse im Land sei groß: Allein im vergangenen Jahr haben nahezu 200 Landwirte in Rheinland-Pfalz Fördermittel zur Umstellung beantragt.
Höfken verwies zudem auf die Leistungen des Ökolandbaus für den Umwelt- und Klimaschutz. So führt die ökologische Bewirtschaftung der Ackerflächen zu mehr Humusbildung, so dass mehr CO2 gespeichert werden kann. Der Verzicht auf mineralische Dünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel schont zudem das Grundwasser und führt zu einer geringeren Schadstoffbelastung der produzierten Lebensmittel. Dass Biolebensmittel weniger Schwermetalle und Pestizide enthalten, gehe aus einer Studie der Universität Newcastle hervor, so Höfken.
In der vergangenen Legislaturperiode ist es gelungen, die Zahl der Ökobetriebe im Land um 47,6% auf 1.312 zu steigern. Sie bewirtschafteten im Jahr 2015 eine Fläche von mehr als 56.000 ha, was rund acht Prozent der landwirtschaftlichen Gesamtfläche in Rheinland-Pfalz entspricht. Die Koalitionspartner der neuen Landesregierung haben vereinbart, den Ökoanteil auf 20% zu steigern. „Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wird die Landesregierung ihre Förderprogramme und Beratungsangebote fortführen und weiterentwickeln“, kündigte die Ministerin an. Rheinland-Pfalz werde sich auf Bundes- und EU-Ebene für bessere Rahmenbedingungen einsetzen.

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