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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
HNEE: Forschungsprojekt BoDi startet
V. l. n. r.: Prof. Dr. Eckart Kramer (HNEE), Dr. Frank Reichel (Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg), Golo Phillip (Landwirtschaft P. Phillip, Booßen), Dirk Scheibe (LAB Müncheberg), Maria Petschelt (Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg). Bild: HNEE.
Mit dem Projekt an der HNEE werden neue Ansätze im Precision Farming erarbeitet. Ziel des neuen Projektes ist es, aus bisher entwickelten und erprobten Prototypen von Sensoren sowie Nährstoffberechnungen für die praktische Landwirtschaft taugliche, einsetzbare Modelle zu entwickeln.
Dazu gehören ein Softwarepaket zur präzisen hochaufgelösten Düngebedarfsermittlung, u.a. mit neuen Funktionen zur präzisen Humusbewertung sowie eine funktionell erweiterte Bodensensorplattform zur Texturkartierung und schließlich ein nutzer*innenfreundlicher webbasierter Workflow, der Medienbrüche und Informationsverluste vermeidet. Mit dieser Entwicklung können zukünftig mit genauen Standortinformationen an die lokalen Gegebenheiten sowie die lokalen klimatischen Bedingungen angepasste Düngebedarfsmodelle entwickelt werden.
Landwirtschaft mit sehr unterschiedlichen Standorten wie beispielsweise in Brandenburg profitiert von diesen Entwicklungen für das Precision Farming. Mit einem optimierten Nährstoffmanagement können landwirtschaftliche Betriebe ihre Erträge steigern, ihre Kosten senken und Nährstoffverluste reduzieren. Zu erwarten sind wirtschaftliche Effekte mit einem Plus von 80 Mio. Euro jährlich in Brandenburg.
Für Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Eckart Kramer von der HNEE ist klar: „Weg vom "Müssen" - hin zum "Wollen" bei der Düngebedarfsermittlung: Diesen Weg möchten wir für unsere Brandenburger Betriebe mitgestalten. Es lohnt sich für alle: Für die Betriebe, für die Böden und letztlich für eine nachhaltigere Landwirtschaft insgesamt.“
Bereits mit den EIP-Projekten „Präzise Kalkung pH-BB“ und TONIA sind Lösungen für präzise Kalkung und einer präzisen Düngung entwickelt worden. TONIA stand dabei für „Teilflächendifferentiert-optimiertes Nährstoffmanagement im Ackerbau“. Ziel war hier die Entwicklung von Algorithmen zur Berechnung der auf einer Teilfläche benötigten Düngermenge. Die Ergebnisse zur präzisen Kalkung sind im letzten Jahr von der EU mit dem EIP-AGRI Innovation Award ausgezeichnet worden.
Dem neuen Forschungsprojekt stehen über eine Laufzeit von vier Jahren 3,89 Mio. Euro zur Verfügung. Es wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP-AGRI) durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) und das Land Brandenburg unter dem Kennzeichen 80277544 gefördert. Im Projekt arbeiten zehn Partner*innen zusammen:
- die Agrargenossenschaft Wesenberg,
- die Agrargenossenschaft Trebbin,
- die Landwirtschaft Petra Philipp in Booßen,
- die Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH Beerfelde,
- die Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH in Ruhlsdorf und Müncheberg,
- die Bodenprobetechnik Peters GmbH aus Quakenbrück,
- die geo-konzept Gesellschaft für Umweltplanungssysteme mbH, Adelschlag,
- die VisDat geodatentechnologie GmbH aus Dresden,
- das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren sowie
- die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde.
Mit 17 Mitarbeitenden wird BoDi einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft leisten.

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