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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Hitzewelle: Kartoffelernte in Gefahr?
„Seit rund 100 Tagen herrscht in einigen Regionen Deutschlands eine extreme Hitze- und Trockenperiode, die massive Auswirkungen für die gesamte Landwirtschaft hat“, erklärt Dieter Tepel, Geschäftsführer der Kartoffel-Marketing GmbH und ergänzt: „Die Bodenwasservorräte sind vielerorts erschöpft. Und obwohl Kartoffeln mit einem Wasserbedarf von lediglich 130 Litern pro Kilogramm wahre Sparweltmeister im Wasserverbrauch sind, leiden die Kartoffelpflanzen unter der Hitze und stellen bei dem Stress, den das Wetter verursacht, ihr Wachstum ein.“ Unterhalb des Kartoffelkrauts haben sich bisher weniger und kleinere Knollen gebildet als üblich. Ein Schutzmechanismus, denn so versucht die Pflanze zu überleben. Hitze und Trockenheit haben zur Folge, dass die Kartoffelbestände viel früher abreifen und die Erträge am Ende der Ernte niedriger sein werden als gewohnt.
Speisekartoffeln weiterhin verfügbar
Kartoffelliebhaber müssen sich jedoch noch keine Sorgen machen, dass die Speisekartoffel bald im Supermarktregal fehlt. „Um die Felder und die Ernte zu retten, betreiben die Bauern zurzeit mit enormem Aufwand Bewässerungsanlagen. Dort, wo es möglich ist, laufen sie 24 Stunden am Tag“, weiß Thomas Herkenrath, Präsident des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes e.V. (DKHV). „Das kostet zwar viel Geld und Nerven – die großen Beregnungsanlagen müssen betreut, gewartet und umgestellt werden, damit alle Felder genügend Wasser abbekommen - dennoch geben die Landwirte alles, um auch in diesem Jahr die Kartoffelernte zu sichern.“
Die Optik der geliebten Knolle verändert sich dabei ein wenig durch die klimatischen Bedingungen, kleine Schalenfehler oder Schorfpusteln beeinflussen jedoch weder den Geschmack noch die innere Qualität der Knollen. „Da wir in diesem Jahr mit trockenheitsbedingten Ertragsausfällen rechnen, werden die Preise für Kartoffeln etwas ansteigen. Dennoch steht die Speisekartoffel dem Verbraucher auch in diesem Jahr als preiswertes, leckeres und sicheres Lebensmittel zur Verfügung“, ist sich Kartoffelexperte Thomas Herkenrath vom DKHV sicher.

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