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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Hintergrund: Was bringt Torfmoosanbau für das Klima?
In einem großen Feldversuch erprobt die Universität Greifswald zusammen mit Praxispartnern und der Universität Rostock erfolgreich den Anbau von Torfmoosen (Sphagnum) auf wiedervernässten, zuvor als Grünland genutzten Hochmoorflächen. Die Torfmoose eignen sich zur Herstellung von gärtnerischer Pflanzerde, gleichzeitig ist der Anbau mit deutlich weniger Klimagas-Emissionen verbunden als die Grünlandnutzung.
Drainierte Moorböden (d.h. entwässerte organische Böden) gelten als sogenannte Hotspots für Treibhausgase. Trockengelegte Moorflächen, wie z.B. Grünlandstandorte, setzen pro Jahr und Hektar ca. 14-24 t CO2-Äquivalent frei. Eine intensive Ackernutzung verstärkt die Oxidation/Mineralisation des Torfes erheblich und steigert sie auf bis zu 45 t CO2-Äquivalent je ha. Dem gegenüber kann die Torfmooskultivierung doppelt zur Verringerung von Treibhausgasemissionen beitragen: Durch die Wiedervernässung von Mooren für ein optimales Wachstum der Torfmoose und durch die Verwendung der aufgewachsenen Biomasse als Torfersatz.
Beim Informationstag Torfmoos-Anbau im Hankhauser Moor am 4. September erklärte Dr. Gerald Jurasinski von der Universität Rostock wie es sich mit dem CO2-Ausstoss nachhaltiger Moorbewirtschaftung mit Paludikulturen verhält. Den Messungen der Forscher zufolge hat die reine Torfmoosanbaufläche eine netto CO2-Aufnahme von 15-20 Tonnen pro Jahr und Hektar. Da aber von der Fläche auch das klimaschädliche Methan entweicht, muss das bei den Berechnungen des CO2-Äquivalent berücksichtigt werden. Rechnet man das Methan ein, so ergibt sich aus der Anbaufläche immer noch eine CO2-Senke von 2 bis 3 Tonnen pro Jahr und Hektar. „Problem“ ist jedoch, dass die Anbauflächen der Torfmoose von Gräben umgeben sind uns diese sehr stark Methan abgeben. Messungen der Klimaforscher zufolge emittieren die Gräben ein CO2-Äquivalent von 40 Tonnen; auch die Fahrdämme um die Gräben herum geben natürlich CO2 ab. Zusammen kann man für die Gesamtflächen inklusive Gräben und Fahrdämmen von einem CO2-Äquivalent von 15 Tonnen pro Jahr und Hektar ausgehen. Das CO2-Äquivalent von den landwirtschaftlich genutzten Hochmoorböden beziffert Dr. Jurasinski auf 30 Tonnen – also doppelt so hoch wie bei der Paludikultur. Man könne die Werte bei der Torfmoosfläche sicher noch etwas verbessern, aber auf Null werde man nicht kommen, glaubt Jurasinski. Realistisch sei aber ein CO2-Äquivalent von unter 10 Tonnen.

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