Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Himbeeren: Ernte-Start jetzt auch im Freiland

Nachdem seit einiger Zeit schon deutsche Himbeeren aus dem geschützten Anbau (Folientunnel und Gewächshäuser) in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels zu finden sind, hat nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) nun auch im Norden die Himbeerente im Freiland und auf den Selbstpflückfeldern begonnen.

Himbeeren wachsen in einem Folientunnel der Versuchsstation für Beerenobst der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Langförden (Stadt Vechta) heran. Nach der Ernte im geschützten Anbau startet allmählich auch die Ernte im Freiland. Archivfoto: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

„Die Ernte in den Tunneln ist in vollem Gange – im Freiland in den Plantagen und Selbstpflückanlagen beginnt die Ernte in diesen Tagen“, berichtet Felix Koschnick, bei der LWK Leiter der Versuchsstation für Beerenobst in Langförden (Stadt Vechta). „Aufgrund neuartiger Kulturverfahren lassen sich Himbeeren mittlerweile von Mai bis in den September hinein ernten.“

Der Anbau von Himbeeren für den Lebensmitteleinzelhandel hat sich in den zurückliegenden Jahren zusehends vom Freiland in den geschützten Anbau verlagert: „Dadurch können dem Handel witterungsunabhängig und kontinuierlich gleichbleibende Mengen und Qualitäten angeboten werden“, erläutert Koschnick. Die Zentren des Himbeeranbaus in Niedersachsen liegen im Landkreis Vechta um Langförden und auf der Stader Geest südlich des Alten Landes.

Selbstpflückanlagen befinden sich verstreut in ganz Norddeutschland, verstärkt im Einzugsbereich größerer Städte. Um Himbeeren so frisch wie möglich mit den eigenen Händen zu ernten, nehmen manche Verbraucherinnen und Verbraucher lange Anfahrtswege in Kauf. Gleichwohl: Im Gegensatz zu den Himbeer-Importen aus Spanien, Marokko und Portugal, die immer mehr im Lebensmitteleinzelhandel zu finden sind, können die Früchte hierzulande mit einer deutlich besseren CO2-Bilanz und geringerem Wasserverbrauch in guter Qualität produzieren werden. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können mit den in Deutschland produzierten Himbeeren und Brombeeren ein nachhaltiges, gesundes und leckeres Früchtchen genießen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts produzierten im vergangenen Jahr 34 Betriebe in Niedersachsen auf 41 Hektar (ha) im Freilandanbau insgesamt 99 Tonnen Himbeeren (2023: 37 Betriebe, 48 ha, 117 Tonnen). 13 Betriebe ernteten vergangenes Jahr im geschützten Anbau in Folientunneln und Gewächshäusern auf 56,3 ha Fläche rund 759 Tonnen Himbeeren (2023: 16 Betriebe, 63 ha, 782 Tonnen). In der Norddeutschen Tiefebene (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) insgesamt sind es rund 62 Betriebe, die auf 70 ha Himbeeren kultivieren.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.