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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
HfWU: Samenset alter regionaler Gemüsesorten
Das Projekt "Genbänkle" will mit einer Zusammenstellung von biologischem Saatgut alter, seltener regionaler Gemüsesorten deren geschmackliche Vielfalt wieder in die Küche bringen. Entstanden ist das Projekt Genbänkle, das das Samenset vertreibt, mit Unterstützung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU).
Viele Kulturpflanzen, die es vor hundert Jahren noch gab, gelten mittlerweile als verschollen. Mit ihnen sind viele Farben, Formen, Düfte und Aromen auf unseren Tellern verloren gegangen. Mit dem Saatgutset "Wachsende Begeisterung" will das Genbänkle interessierten Menschen den Zugang zu regionalem, samenfestem, biologischem Saatgut alter und seltener Gemüsesorten erleichtern und so die Küche wieder bereichern. Das Samenset umfasst Sommersalat, Alblinse, Filder Spitzkraut, Feuerbohne, Rettich, Zwiebel und Lein. Es kann über die Website www.genbaenkle.de bezogen werden.
Gegründet wurde das Genbänkle, ein Netzwerk zur Förderung der Kulturpflanzenvielfalt in Baden-Württemberg, 2015. Zu den Gründungsinitiatoren gehört Prof. Dr. Roman Lenz, Landschaftsökologe an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). Auf der internetbasierten Genbänkle-Informationsplattform wird gesammelt und vernetzt, was noch in Gärten, auf Feldern, in Obstwiesen sowie Archiven zu finden ist – und so nicht in einer (zentralen) Genbank bewahrt wird, sondern in vielen dezentralen "Genbänklen". Noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts gab es eine große Vielfalt bei Obst-, Gemüsesorten und Feldfrüchten. Alleine über 200 Salatsorten wurden gezählt, unzählige regionale Bohnen-, Zwiebel, Rettich- oder Kohlsorten wurden kultiviert und immer wieder selbst vermehrt und nachgezogen. Mit der Aufgabe der Hausgärten und den Erfordernissen des Lebensmittelmarktes ist viel von dieser Kulturpflanzenvielfalt verlorengegangen. (HfWU)

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