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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Heidelbeerernte 2019: Regen durchaus erwünscht
„Wir erwarten 2019 definitiv keine Rekordernte,“ sagte Heiner Husmann, Vorstandsmitglied in der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e. V. anlässlich der diesjährigen Saisoneröffnung für die begehrten Sommerfrüchte auf dem Betrieb Heermanns Blaubeerland in Grethem, Landkreis Heidekreis. Grund zur Sorge, was die Erntemenge betrifft, bestehe allerdings nicht, so Husmann. „Derzeit gehen wir von einer durchschnittlichen Erntemenge und einer hervorragenden Qualität der Beeren aus“.
Doch die extreme Trockenheit des vergangenen Jahres sei auch heute noch in den Plantagen sichtbar. Die Feuchtigkeit des Winters hat auf vielen Standorten bei weitem nicht ausgereicht, um die Defizite des vergangenen Sommers auszugleichen. Dies führt zu sehr unterschiedlichen Beständen, je nach Wasserspeicherfähigkeit der Böden, auf denen die Beerensträucher wachsen. „Wir sehen viele Lücken“, so Husmann. Dann tragen die Sträucher einfach keine oder deutlich weniger Früchte als auf besser versorgten Standorten. Selbst die Ernte 2019 könne durch die leeren Wasserspeicher im Boden noch empfindlich gestört werden, meint der Heidelbeeranbauer und wünscht sich zur Haupternte zwischen Juli und September regelmäßig schönen Sommerregen: „In diesem Jahr brauchen wir regelmäßig Wasser von oben für einen ordentlichen Beerenertrag und eine gute Qualität der Früchte“. Sonst müssten die Beerenanbauer mit Bewässerung nachhelfen, das aber sei nie so gut wie ab und an ein Regenschauer.
Größere Mengen Heidelbeeren für die Belieferung des Lebensmitteinzelhandels werden in Niedersachsen ab der 1. Juliwoche geerntet. Die Selbstpflücke, zu der viele Betriebe ihre Kund*innen direkt in die Plantage einladen, beginnt etwas später. Das Pflücken der Beeren an den etwa mannshohen Sträuchern ist ein Spaß für die ganze Familie. Viele Betriebe bieten außerdem Kaffee und selbst hergestellte Heidelbeerspezialitäten vom Kuchen bis zur Konfitüre an.
Kulturheidelbeeren sind in Deutschland die meistgeernteten Strauchbeeren. Mit großem Abstand den größten Anteil an der Ernte hat das Bundesland Niedersachsen, wo rund 75% der deutschen Ernte anfallen. In 162 Betrieben wurden 2018 in Niedersachsen 8.457 Tonnen Heidelbeeren geerntet, deutschlandweit waren es in 453 Betrieben 12.764 Tonnen. Nennenswerte Anbauflächen liegen auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Die Heidelbeeranbaufläche in Deutschland ist seit 2012 um rund zwei Drittel gestiegen und lag 2018 bei ca. 3.040 Hektar, davon lagen 1.921 Hektar in Niedersachsen (Quelle Stat. Bundesamt 2018). (mg-nds)

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