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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
HDE: Zunehmende Kartenzahlung
Der Handelsverband Deutschland (HDE) macht daher auf die Herausforderungen aufmerksam, die für den Einzelhandel mit zunehmender Kartenzahlung und wachsender Nachfrage nach Bargeldauszahlung einhergehen. Laut EHI werden inzwischen 61,8% des Umsatzes über Kartenzahlungen abgewickelt. Bargeldzahlungen sorgen nur noch für 35,5% des Umsatzes, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 2% entspricht.
„Der Trend zum unbaren Bezahlen setzt sich weiter fort und auch für die Zukunft muss mit einem weiteren Rückgang des Bargelds gerechnet werden. Das stellt Unternehmen vor Herausforderungen durch steigende Entgelte für Kartenzahlungen und weniger Bargeld bei mindestens gleichbleibenden Handlingskosten“, so Ulrich Binnebößel, HDE-Abteilungsleiter Zahlungsverkehr. Vor allem der Rückgang der Bargeldzahlungen könne für Unternehmen zum Kostentreiber werden. Ein hoher Anteil an Fixkosten für die Bearbeitung der Bar-Transaktionen, den Transport zur Bank und die Beschaffung von Wechselgeld sorge bei sinkender Nachfrage für steigende Gesamtkosten. Zudem werde das Angebot einer Bargeldauszahlung im Rahmen eines Einkaufes immer beliebter. Es könne im Zweifel dazu führen, dass Unternehmen Bargeld zur Auszahlung an Kunden extra beschaffen oder den Service einschränken müssten. „Oft sind Kundinnen und Kunden auf den freiwilligen Service des Händlers vor Ort geradezu angewiesen, da Geldautomaten abgebaut und Bankfilialen geschlossen werden“, so Binnebößel weiter.
Insgesamt wird damit laut HDE der Umgang mit Bargeld im Handel immer anspruchsvoller und kostentreibender. „Neben etwaigen Kosten für die Beschaffung von Banknoten sind es meist die Gebühren der Kartentransaktion, die hinter der Bargeldauszahlung liegen. Die Entgelte werden vom Handel bezahlt und müssen mit Endpreisen verrechnet werden“, so Binnebößel. Die kartenherausgebenden Banken sollten bei Bargeldauszahlungen auf die Händlerentgelte verzichten. „Schließlich entlasten die Banken damit die eigenen Bargeld-Infrastrukturen“, so Binnebößel weiter. (HDE)

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