Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

HDE: Sieht Risiken und positive Ansätze

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht in Teilen des von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in dieser Woche präsentierten Wirtschaftsprogramms positive Ansätze.

HDE sieht Risiken und positive Ansätze.

„Es ist richtig, in Infrastruktur, Breitbandausbau und Bildung zu investieren. Diese Themenfelder sind für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes von größter Bedeutung“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch die Ankündigung, Unternehmen mit schlüssigen Innovationskonzepten noch besser zu unterstützen, sei ein wichtiger Schritt. Dabei müsse jedoch besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, dass auch Innovationen in Dienstleistungsbranchen wie dem Handel gefördert werden und nicht nur das produzierende Gewerbe im Mittelpunkt steht.

Einige Ideen des SPD-Vorsitzenden bewertet der HDE aber sehr kritisch: „Der Vorschlag zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung zurückzukehren, würde die Unternehmen nach jetzigem Stand jährlich mit rund fünf Milliarden Euro Lohnzusatzkosten belasten. Wer fordert, den Krankenkassenbeitrag für Arbeitgeber anzuheben, gefährdet Wachstum und Arbeitsplätze“, so Genth. Und auch mit dem Arbeitslosengeld mache Schulz teure Versprechungen. Denn dieses Vorhaben führe in der Konsequenz zu höheren Beiträgen in der Arbeitslosenversicherung. Die paritätische Finanzierung der Sozialversicherung habe dann eine doppelt fatale Wirkung. „Im Ergebnis belasten diese Vorschläge der SPD sowohl die Arbeitnehmer als auch die Unternehmen mit höheren Lohnzusatzkosten. Dadurch sinkt in der Folge auch das Nettoeinkommen der Arbeitnehmer, was am Ende die Kaufkraft schwächt“, so Genth weiter. Der HDE sieht hier die Gefahr, dass damit der Konsum als Stabilitätsanker für die gesamte Volkswirtschaft gefährdet wird.

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