Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

HDE: Neue Technologien nicht ausbremsen

Die aktuelle Diskussion über eine Besteuerung des Einsatzes künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) als nicht zielführend.

Künstliche Intelligenz hat großes Potenzial. Bild: HDE.

Eine mögliche KI-Steuer droht laut Verband technologische Innovationen auszubremsen und den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb abzuhängen. Vielmehr komme es in der derzeitigen Entwicklungsphase darauf an, den Einsatz künstlicher Intelligenz zu fördern und Unternehmen in ihrem Engagement zu unterstützen.

„Für den Einzelhandel steckt in künstlicher Intelligenz großes Potenzial. Doch Innovationen brauchen Freiräume. Eine KI-Steuer ist daher der vollkommen falsche Weg“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik müsse innovative Prozesse unterstützen, Raum für neue Entwicklungen schaffen und Grundlagenarbeit durch staatliche Gelder fördern. In künstlicher Intelligenz lediglich eine Gefahr für Arbeitsplätze zu sehen, sei zu kurz gegriffen. „Wo durch Technologien an einer Stelle Aufgaben wegfallen, entstehen an anderer Stelle neue“, so Tromp weiter. Zwar seien KI-Systeme in der Lage, enorme Datenmengen zu verarbeiten. „Aber es sind Menschen, die Fragen stellen, Datenströme lenken, Richtungen weisen und Ergebnisse bewerten. Daten müssen analysiert, Systeme implementiert und überarbeitet werden“, betont Tromp.

Um die Erhebung neuer Steuern in Erwägung zu ziehen, muss aus Sicht des Wertschöpfung durch KI gegeben sein. „Unsere Maxime sollte sein, diese Wertschöpfung in Deutschland zu erzeugen. Doch davon sind wir sehr weit entfernt“, so Tromp. Eine KI-Steuer sei daher der falsche Ansatz. Aktuell befänden sich sowohl KI als auch ihre Anwendungsbereiche in einer rasanten Entwicklungsphase. „In dieser Phase können Händlerinnen und Händler neue Technologien mitgestalten, denn jetzt entstehen die Grundlagen und konkrete Anwendungsmöglichkeiten. Hier sollte die Politik fördern und nicht bremsen“, so Tromp weiter. (HDE)

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