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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
HDE: Händlerkosten für Kartenzahlungen steigen kontinuierlich
Seit Jahren steigen die Kosten gegenüber den großen weltweiten Kartenorganisationen an. Darauf wies der europäische Handelsverband EuroCommerce anlässlich einer Anhörung der EU-Kommission hin. Nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) hat die europäische Verordnung zur Deckelung von Interbankenentgelten zwar gewirkt.
Sie habe dafür gesorgt, dass der Gebührenanteil, der an die kartenausgebenden Banken gezahlt wird, für viele Karten gesunken ist. „Gleichzeitig haben die Kartenorganisationen allerdings die nicht regulierten Kostenbestandteile erhöht. Dadurch wird die inzwischen erreichte Senkung teilweise wieder übertroffen“, so HDE-Zahlungsexperte Ulrich Binnebößel. Eine von EuroCommerce in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass Händlern in Europa seit Inkrafttreten der Verordnung mehr als 1,46 Mrd. Euro zusätzliche Kosten durch Erhöhung der sogenannten Scheme Fees entstanden sind. Weitere für 2021 angekündigte Erhöhungen würden nochmals 100 Mio. Euro ausmachen. Für Deutschland zeigt sich laut Studie eine Erhöhung der durchschnittlichen Gebühren um bis zu 67%.
Die Kartenorganisationen seien sehr einfallsreich in der Gestaltung der Lizenzgebühren, wie Binnebößel erklärt. Die Gebühren würden von den Banken an den Handel durchgeleitet. „Es besteht keine Verhandlungsmöglichkeit. Auch Ausweichoptionen gibt es nicht, wenn der Handel seinen Kunden die Kreditkartenzahlung anbieten will. So bleibt am Ende nur die Umlage der Kosten auf die Endpreise“, so Binnebößel weiter. Die EU-Kommission sollte daher die im Grunde erfolgreiche Verordnung zur Deckelung der Interbankenentgelte auch auf die weiteren Gebührenbestandteile ausdehnen. Die Kosten für Kredit- und Debitkartenzahlungen im Handel umfassen die Nutzungsentgelte für die kartenherausgebenden Banken (Interchange Fees), die Kartenorganisationen (Scheme Fees) sowie die Zahlungsdienstleister des Handels (Acquiring).
Die gesetzliche Deckelung gilt bislang nur für Interchangegebühren bei europäischen Verbraucherkarten. Die deutsche Girokarte wird allerdings im Handel positiver bewertet, da sie Händler vor noch größeren Kostensteigerungen bewahrt. „Die deutsche Kreditwirtschaft verlangt keine Systemgebühren. Nach einem Beschluss des Bundeskartellamtes muss sie zudem mit dem Handel über die Entgelte verhandeln“, so Binnebößel. Auch das elektronische Lastschriftverfahren ELV trage als Korrektiv zu auskömmlichen Kosten bei. (PdH)

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