- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- HDE: Fordert Verkehrswende statt Fahrver...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
HDE: Fordert Verkehrswende statt Fahrverbote
Mit Blick auf das Urteil vom 27. Feburar 2018 des Bundesverwaltungsgerichts zu möglichen Fahrverboten in Innenstädten macht der Handelsverband Deutschland (HDE) deutlich, dass der Handelsstandort Innenstadt für Logistik und Kunden erreichbar bleiben muss. Außerdem sei jetzt ein ganzheitliches Konzept für eine Verkehrswende gefragt.
„Fahrverbote haben negative Auswirkungen für den Handel und die Innenstädte. Die Händler sind darauf angewiesen, dass ihre Ware und die Kunden unkompliziert zu ihnen kommen können“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. In einer aktuellen HDE-Umfrage äußerten über drei Viertel der Händler an potentiell betroffenen Standorten Sorgen vor Umsatzverlusten durch Fahrverbote. Schon seit einigen Jahren kämpfen sie in vielen Stadtzentren mit rückläufigen Kundenzahlen. Fahrverbote könnten diese Entwicklung nun weiter verstärken und alle Bemühungen um vitale Innenstädte konterkarieren. Denn die Kunden könnten sich auf die Grüne Wiese oder den Online-Handel umorientieren. „Attraktive Innenstädte brauchen saubere Luft. Aber mit Fahrverboten macht man kaputt, was vielerorts über die letzten Jahre aufgebaut wurde“, so Sanktjohanser weiter.
Es gelte nun, die Verkehrswende ernsthaft in Angriff zu nehmen und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Sanktjohanser: „Die Politik muss die Weichen stellen, um alternative Logistikdienstleistungen und neue Antriebsformen stärker zu fördern.“ Der Handel und seine Dienstleister erbringen schon heute ihren Beitrag für eine möglichst saubere und effiziente Anlieferung der Waren. Dabei spielen Lösungen in den Bereichen alternative Antriebe und innovative Zustellkonzepte für eine nachhaltige Stadtlogistik eine große Rolle. Die staatliche Förderung muss nach Auffassung des HDE antriebsneutral erfolgen. Eine einseitige Konzentration auf Elektromotoren mache keinen Sinn. Darüber hinaus sollten die Vorgaben für eine Belieferung bei Nacht gelockert werden, so dass der Verkehr am Tag entzerrt werden könnte. Beim Kundenverkehr steht der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Fokus. (HDE)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.