Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

HDE: Fordert faire Bedingungen für den Handel

Der europäische Zahlungsverkehr steht vor wichtigen politischen Weichenstellungen.

Aus Sicht des HDE braucht es einen europäischen Zahlungsmarkt, der Transparenz fördert sowie Wettbewerb und Innovation ermöglicht und zugleich die Kostenbelastung für Handelsunternehmen im Blick behält. Bild: GABOT.

Mit der Überarbeitung der europäischen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD3/PSR), der geplanten Einführung eines digitalen Euro sowie der Einführung einer Bargeld-Akzeptanzpflicht werden derzeit zentrale Rahmenbedingungen für das Bezahlen in Europa neu gestaltet. Der Handelsverband Deutschland (HDE) setzt sich dabei für einen wettbewerbsfähigen, kostengünstigen und praxistauglichen Zahlungsverkehr ein.

Besonders aktuell ist die weitere Entwicklung des digitalen Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Mitte September einen Aufruf an Online- und Mobile-Händler gestartet, sich an einem geplanten Pilotprojekt zum digitalen Euro zu beteiligen, parallel laufen Vorbereitungen für Piloten im stationären Handel. Der zwölfmonatige Pilot soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 starten. Gleichzeitig laufen auf europäischer Ebene die Arbeiten an der für die Einführung erforderlichen Rechtsgrundlage. Die EZB bereitet das Pilotprojekt ausdrücklich im Hinblick auf eine mögliche spätere Einführung des digitalen Euro vor.

Aus Sicht des HDE kommt es bei der Ausgestaltung des digitalen Euro insbesondere auf ein faires und für den Handel tragbares Gebührenmodell an. „Der digitale Euro kann eine wichtige europäische Alternative im Zahlungsverkehr werden. Damit er sich im Alltag durchsetzt, muss er aber auch für die Handelsunternehmen attraktiv sein. Faire, transparente und möglichst niedrige Kosten sind dafür eine zentrale Voraussetzung“, sagt Ulrich Binnebößel, HDE-Experte für den Zahlungsverkehr. „Eine Orientierung der Entgelte an etablierten Zahlverfahren kann dabei allenfalls eine Orientierung für eine Übergangsfrist sein uns sollte nationale Eigenheiten einbeziehen“, so Binnebößel.

Für den Handel ist entscheidend, dass die Vielzahl neuer Vorgaben nicht zu zusätzlichen Kosten und bürokratischen Belastungen führt. Neben dem digitalen Euro betrifft dies auch die neuen europäischen Regeln für Zahlungsdienste. Gleichzeitig spielen die Akzeptanz von Bargeld und die weiteren Rahmenbedingungen für digitale Zahlverfahren eine wichtige Rolle. Aus Sicht des HDE braucht es einen europäischen Zahlungsmarkt, der Transparenz fördert sowie Wettbewerb und Innovation ermöglicht und zugleich die Kostenbelastung für Handelsunternehmen im Blick behält.

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