Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

HDE: Durchbruch nach mehr als zwölf Monaten Verhandlung

Der Handelsverband Nord und die Gewerkschaft ver.di haben sich nach einem mehr als einjährigen Tarifkonflikt auf einen Tarifabschluss für das Tarifgebiet Hamburg geeinigt.

Neuer Tarifabschluss für das Tarifgebiet Hamburg.

Nach fünf Nullmonaten werden die Entgelte ab dem 1. Oktober 2023 um 5,3% angehoben. Ab dem 1. Mai 2024 gibt es weitere 4,7% und im dritten Tarifjahr erhöhen sich die Entgelte zunächst um einen Festbetrag von 40 Euro und dann um weitere 1,8%. Bei einer Laufzeit von 36 Monaten entspricht das einer Gesamtentwicklung von 13,67%. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 1.000 Euro (Vollzeit). Die Arbeitgeber waren bereit, den Betrag für tarifliche Altersvorsorge von jährlich 300 Euro auf 420 Euro anzuheben.

„Wir sind erleichtert, dass es trotz der historisch schwierigen Ausgangslage mit außergewöhnlicher Inflation, multiplen globalen Krisen und einer andauernden Konsumzurückhaltung der Verbraucher gelungen ist, heute in einem ersten Tarifgebiet einen Abschluss für den Einzelhandel zu erzielen. Damit ist man an die äußerste finanzielle Schmerzgrenze für die Arbeitgeber gegangen“, so der Tarifgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Steven Haarke. Für viele Unternehmen stelle dieser Abschluss eine enorme finanzielle Herausforderung dar. Dennoch garantiere er die wichtige Friedenspflicht und damit Planungssicherheit für die nächsten zwei Jahre. Der historisch langen Laufzeit komme dabei eine besonders hohe Bedeutung zu.

Der Tarifabschluss liegt deutlich unterhalb der ursprünglichen Forderungen von ver.di. Die Gewerkschaft hatte je nach Tarifgebiet tabellenwirksame Entgeltsteigerungen von bis zu 15% bei einer Laufzeit von nur zwölf Monaten gefordert. „Wir gehen als Arbeitgeberbank geschlossen aus dieser hoch komplexen Tarifrunde - das ist sehr wichtig für uns. Der Flächentarifvertrag wird damit auch zukünftig eine zentrale soziale Säule der Branche mit ihren mehr als 3 Mio. Beschäftigten bleiben“, so Haarke. (HDE)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.