Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Hartelt: Sonderregelung für Saisonarbeit weiterhin erforderlich

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt, fordert weiterhin eine Sonderreglung beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft: "Auch wenn die Erhöhung geringer ausfällt als von der SPD gefordert, bedeutet ein höherer Mindestlohn eine weitere Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft, insbesondere im Sonderkulturbereich Obst-, Gemüse- und Weinbau."

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) Eberhard Hartelt. Bild: BWV.

Der am 27. Juni 2025 veröffentlichte Beschluss der Mindestlohnkommission sieht eine Erhöhung des Mindestlohns in zwei Schritten vor: zum Januar kommenden Jahres von derzeit 12,82 Euro pro Stunde auf 13,90 EUR und zum 1. Januar 2027 auf dann 14,60 Euro. Die Mindestlohnkommission bleibt damit hinter der Forderung der SPD, die Lohnuntergrenze auf 15 EUR im Jahr 2026 anzuheben, deutlich zurück. Das sich die Tarifpartner dem politischen Druck nicht gebeugt haben, ist für Hartelt ein wichtiges Signal der Unabhängigkeit des Gremiums. 

Trotzdem braucht es für die Saisonarbeit in der Landwirtschaft eine Sonderregelung, da schon heute die Lohnkosten in den handarbeitsintensiven Kulturen zu hoch sind und nicht durch entsprechende Anhebung der Erzeugerpreise ausgeglichen werden können: „Viele Obst- und Gemüsesorten werden nicht mehr rentabel angebaut werden können und die zusätzlichen Kosten schlagen sich direkt auf die Einkommen der Betriebe nieder. Wir werden eine Verlagerung von Produktion ins Ausland und Betriebsschließungen erleben.“ Der BWV-Präsident nimmt deswegen den neuen Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer beim Wort, der auf dem Deutschen Bauerntag die Prüfung aller Möglichkeiten hierfür zugesagt hat.

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