Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Handel: Rückendeckung für den Erhalt der Minijobs

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat sich in der vergangenen Woche gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsverbänden in einem vom HDE initiierten Brandbrief an die Bundesregierung gewandt.

"Minijobs sind für den Einzelhandel operativ nahezu unverzichtbar".

Darin warnen die Unterzeichner erneut vor den weitreichenden Folgen einer möglichen Abschaffung der Minijobs. Nun erhält diese Forderung Unterstützung von CSU-Parteichef Markus Söder, der den Erhalt der Minijobs zusagt.

Die Abschaffung von Minijobs mit einem Verdienst von aktuell bis zu 603 Euro im Monat gehört zu den Vorschlägen einer Regierungskommission für die Rentenreform der schwarz-roten Koalition. Künftig sollen Minijobs demnach in die Rentenversicherung einbezogen und ihr steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Sonderstatus abgeschafft werden. Ausnahmen wären nach den Plänen lediglich für Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Für viele Wirtschaftsbereiche, insbesondere den Einzelhandel, wäre das fatal.

„Minijobs sind aufgrund ihres optimierten Brutto-Netto-Effekts bei den Menschen sehr beliebt. Für den Einzelhandel sind sie operativ nahezu unverzichtbar, um die branchentypischen Stoß- und Randzeiten abzudecken und damit die Versorgung der Verbraucher sicherzustellen“, betont HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Markus Söder hatte die Pläne zur Abschaffung der Minijobs bereits früh kritisiert und bekräftigte kürzlich in einem Interview, dass Minijobs einschließlich ihres sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus erhalten bleiben sollen.

„Angesichts der dringend benötigten Flexibilität in der Praxis und der Bedeutung von Minijobs für Millionen Menschen wäre diese Entscheidung wirtschaftlich sinnvoll und vernünftig. Nun hoffen wir, dass dem Versprechen auch Taten folgen und wir zeitnah Planungssicherheit beim Thema Minijobs erhalten“, so Genth.

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