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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Handel: Planungssicherheit für Betrieb schwerer Lkw gefordert
Laut Handelsverband sind Handelsbranche und Logistikdienstleister trotz intensiver Bemühungen zur Gestaltung der Transformation in der Transportlogistik hin zu elektrischen Antrieben für einen längeren Zeitraum weiterhin auf konventionelle Antriebe in schweren Lkw angewiesen. „Weder Lade- und Tankinfrastruktur noch entsprechende Fahrzeuge mit Batterie- oder Brennstoffzellen- Antrieben sind derzeit in ausreichenden Mengen vorhanden, geschweige denn bezahlbar", so Ulrich Binnebößel, HDE-Abteilungsleiter Logistik. Der Handel sei daher auf andere Formen der Einsparung von CO2-Ausstoß angewiesen.
Um sich dem Ziel der Einsparung von CO2 zu nähern, bieten sowohl Lang-Lkw als auch Bio-LNG eine Alternative. „Allerdings braucht die Wirtschaft hierbei Investitions- und Planungssicherheit, um entsprechende Weichenstellungen vornehmen zu können", betont Binnebößel. Bei beiden Verfahren hake es allerdings deutlich mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen. Auch bei der Zulassung der sogenannten HVO100- Kraftstoffe für den Güterkraftverkehr, zu denen auch Bio-Diesel gehört, sei trotz grundsätzlicher Einigung der Bundesregierung bislang keine allgemeine Freigabe erfolgt. „Das Zögern der Regierung bei solch einfachen Entscheidungen legt den Verdacht nahe, dass der Güterverkehr auf der Straße bewusst benachteiligt wird", so Binnebößel weiter. Dies zeige sich auch bei der Erhöhung der Lkw-Maut, die mangels verfügbarer Fahrzeuge mit geringeren Mautsätzen keine Lenkungswirkung erreichen könne.
Dringend benötigt wird aus Sicht des Verbandes ein Signal zur Weiterführung der sogenannten Lang-Lkw des Typs 1. Eine Ausnahmeverordnung für die etwas längeren Fahrzeuge läuft zum Ende des Jahres aus und muss nun verlängert werden. „Ansonsten müssen funktionsfähige und effiziente Fahrzeuge ausgemustert und mangels Einsatzfähigkeit womöglich verschrottet werden", so Binnebößel. Ebenso müsse Bio-LNG durch eine geringere Lkw-Maut gefördert werden. „Noch vor kurzer Zeit wurde die Anschaffung von Lkw mit Bio-LNG umfassend gefördert. Nun soll dies plötzlich sinnlos sein und Betreiber die fraglos vorhandenen höheren Betriebskosten zahlen. Das beschädigt das Vertrauen in politische Entscheidungen", so Binnebößel weiter. (PdH)

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