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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Grünkohl: Ernte vielerorts schon abgeschlossen
„Wir mussten die Kampagne früher beenden als geplant“, berichtet Henrik Witte, Geschäftsführer der ELO-Frost GmbH aus Vechta-Langförden, die vor allem mit regionalen Anlieferern zusammenarbeitet. Grund war die widrige Witterung im Herbst, kombiniert mit Frost im November. „Die Menge hätte zwar gestimmt, aber die Qualität nicht“, weiß Witte, deshalb sei die Ernte früher als sonst üblich im Januar für beendet erklärt worden. Lediglich auf einigen Sandböden standen die Palmen noch gut da. „Der Grünkohl hat das ganze Jahr nasse Füße gehabt. Das ist kein Vorteil“, bringt es Witte aus Sicht der meisten Erzeuger auf den Punkt.
Im Jahr 2023 wurde in Niedersachsen auf 344 Hektar Grünkohl angebaut, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervorging. Die Landwirte ernteten demnach mehr als 5.780 Tonnen des traditionellen Wintergemüses. Im Vergleich zu 2022 war dies ein Rückgang von 9%. Viele Betriebe mussten zu dieser Zeit schon Einbußen und Ernteausfälle hinnehmen, weil ihre Flächen unter Wasser standen.
Auch Christoph Wehenpohl aus Vechta-Calveslage bestätigt die Witterungsproblematik: „Der Sommerkohl stand noch gut da, als wir ihn Ende Juli, Anfang August vom Feld geholt haben. Schwierig wurde es dann im Herbst durch das dauernde Nieselwetter.“ Insgesamt hat der Landwirt seinen Grünkohl auf 55 Hektar (ha) angebaut. Dass er schon im Spätsommer erntet, ist der hohen Nachfrage nach dem gesunden Gemüse geschuldet, und entsprechend ist für 2025 wieder mit einer insgesamt höheren Anbaufläche für Niedersachsen zu rechnen.
Früher wurde der Grünkohl nicht vor dem ersten Frost angerührt. Denn erst bei Minustemperaturen wandelt sich die Stärke zu Zucker und Bitterstoffe in der Pflanze bauen sich ab. Bei den neuen Sorten reichen kühle Temperaturen aus, damit der Grünkohl dann auch frisch richtig gut schmeckt. Heutzutage bekommt der Kohl den für den Geschmack so wichtigen „Kälteschubser“ beim Schockfrosten in der Fabrik. Das ist der Grund, warum die Blätter schon im Sommer geerntet werden können. Für die Handhabung auf dem Hof ist eine Erntemaschine überaus hilfreich, erzählt Wehenpohl: „Während eine Gruppe Helfer früher am Tag sechs bis sieben Tonnen schaffen konnte, leistet die Maschine jetzt 20 Tonnen in einer Stunde.“ (LPD)

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