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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Greenpeace: Veröffentlicht Report "Umweltrisiken durch Neonicotinoide"
Die Bedrohung von Bienen und anderen wichtigen Bestäubern hat durch den ungehinderten Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft seit 2013 weiter zugenommen.
Das zeigt der heute von Greenpeace veröffentlichte Report "Umweltrisiken durch Neonicotinoide“. Die britische University Sussex hat darin wissenschaftliche Studien rund ums Thema Bestäuber und Pestizide der vergangenen vier Jahre bewertet. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass neben Bienen inzwischen auch andere für die Landwirtschaft wichtige Bestäuber sowie Wasserinsekten bedroht sind. Neonicotinoide werden immer häufiger verwendet und können Insekten entweder direkt töten oder schädigen langfristig deren Nervensystem. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) unterwandert dennoch seit Beginn seiner Amtszeit ein umfassendes Verbot dieser Pestizide. „Schmidts Handeln bedroht die wichtigsten Helfer der Landwirte. Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber können nur durch ein Verbot von Pestiziden wirksam geschützt werden“, sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace.
Rund drei Viertel der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen seien auf die Bestäubung durch Bienen, Hummeln und andere Insekten angewiesen. Laut Greenpeace-Report habe sich die Situation dieser Tiere trotz eines EU-Gesetzes aus dem Jahr 2013 zum eingeschränkten Einsatz von Neonicotinoiden verschlimmert. Ein wesentliches Ergebnis der Studie sei, dass Wildpflanzen stärker als bisher vermutet mit Neonicotinoiden kontaminiert seien und deren Nektar und Pollen somit ein zusätzliches Risiko für Bienen darstelle. Viele wildlebende Spezies würden erheblich geschädigt. Dazu gehörten unter anderem Schmetterlinge, Käfer, Wasserinsekten aber auch Vögel wie der Spatz und das Rebhuhn.
Christian Schmidt muss umfassendes Verbot vorantreiben
In diesem Jahr werde auf EU-Ebene über den Fortbestand des derzeitigen Teilverbotes der drei Neonicotinoide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam sowie Fipronil entschieden. Landwirtschaftsminister Schmidt höhle nach Meinung von Greenpeace momentan in Deutschland das Teilverbot mit zahlreichen Ausnahmen aus. "Schmidt ignoriert die Notwendigkeit eines dringend gebotenen Kurswechsels in der Landwirtschaft. Die dramatische Dimension des Bienensterbens muss auch bei ihm einen Anlass zum Umdenken geben", sagt Huxdorff.

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