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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Geisenheim: Konferenz für Pflanzenzüchtung mit großem Zulauf
Vom 19. bis 21. März trafen sich hier rund 300 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Unternehmen aus insgesamt 30 Ländern, um über beschleunigte, neuartige Pflanzenzüchtung zu diskutieren.
Im Fokus der Veranstaltung unter dem Motto „Accelerating Crop Genetic Gain“ standen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten neuer Methoden und aller weiteren Aspekte zukunftsgerichteter Züchtungsansätze. Große Chancen wurden unter anderem modernen Tools aus Molekulargenetik, Genomik, Phänotypisierungs-Technologie, Bioinformatik und Biotechnologie, wie z. B. der neuartigen CRISPR/Cas-Methode zugeschrieben. Bei letzterem Verfahren, das auch Gen-Schere genannt wird, geht es darum, landwirtschaftlich wichtige Merkmale gezielt durch Veränderung bestimmter DNA-Abschnitte anzupassen.
Mehrwert der neuen Möglichkeiten eindeutig aufgezeigt
„Eine beschleunigte und anpassungsfähige Züchtung von Pflanzen ist eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen für eine moderne ökologische, und gleichermaßen effektive und wirtschaftliche Landwirtschaft. Dies gilt ebenso für den Wein- und Obstbau. Mit den neuen Methoden kann man viel Zeit sparen und kann deutlich präziser arbeiten als bei konventionellen Züchtungsverfahren.“, kommentierte Prof. Dr. Kai-Voss-Fels, Prof. für Pflanzenzüchtung an der Hochschule Geisenheim und Organisator der Tagung.
Mithilfe der neuartigen Pflanzenzüchtungen lässt sich die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Hitze und Dürre sowie gegen Schädlinge und Krankheiten schneller stärken als mit herkömmlichen Methoden. Damit sind die Pflanzen besser gewappnet gegen den Klimawandel. Gleichzeitig fördern die mit den neuen Methoden gezüchteten Pflanzen einen ressourcen- und umweltschonenden Anbau, tragen zu möglichst geringem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei und können helfen, dennoch einen hohen Ertrag und eine hohe Qualität des Ernteguts zu ermöglichen.
„Auf unserer dreitägigen Veranstaltung, die in diesem Jahr mit großem Erfolg von der Hochschule Geisenheim ausgerichtet wurde, konnten wir die Bedeutung und den Mehrwert der neuen Möglichkeiten eindeutig aufzeigen und konkrete Aspekte der Weiterentwicklung diskutieren. Ich danke den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr für die engagierte Mitwirkung bei der Tagung.“, ergänzte Voss-Fels.
Weitere Stimmen zur Tagung
„Der ganzheitliche Ansatz und zugleich enge Austausch zwischen den verschiedenen Pflanzenzüchtungsexperten aus aller Welt ist beispielhaft und leistet einen großen Beitrag dazu, die komplexen globalen Herausforderungen in den Bereichen Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau mit Hilfe der Wissenschaft zu bewältigen.“ kommentierte Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, in einem schriftlich übermittelten Grußwort.
Der Staatssekretär im Hessischen Landwirtschaftsministerium, Daniel Köfer, nannte in seinem Grußwort vor Ort die Herausforderung der Klimaanpassung im Agrarbereich „eine Mammutaufgabe“. Dabei komme es vor allem auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft an. „Diese notwendige Vernetzung geschah hier bei der German Plant Breeding Conference in Geisenheim. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Köfer.
„Als Hochschule neuen Typs mit den Schwerpunkten Wein- und Gartenbau, Landschaftsarchitektur und Frischeprodukte, hat uns es besonders gefreut und geehrt, diese bedeutende, internationale Tagung bei uns in Geisenheim zu Gast haben zu dürfen.“ erklärte Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim. (Hochschule Geissenheim)

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