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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Geisenheim: Internationale Fachtagung "Black2GoGreen"
Glühende Hitze auf gepflasterten Plätzen und in der Dachgeschoßwohnung, Überschwemmungen auf den Straßen – der Klimawandel ist längst auch in unseren Städten spürbar. Große, Schatten spendende Bäume können helfen, die Folgen abzumildern. Doch wie hält man die Stadtbäume gesund und fördert ihr Wachstum? Das Geisenheimer Wissenstransfer-Projekt "Black2GoGreen" unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Kammann fokussiert sich bei dieser Frage vorrangig auf die Nutzung von Pflanzenkohle-Macadam-Stadtbaumsubstraten – Gemische aus Gesteinsschotter, Kompost und Pflanzenkohle.
Prof. Dr. Kammann: „Wenige Gramm Pflanzenkohle können eine innere Oberfläche von Hunderten m² haben, wodurch sie – ähnlich wie Aktivkohle – sehr gut organische Schadstoffe und Schwermetalle binden kann. Durch funktionelle Gruppen an den Oberflächen kann sie Nährstoffe festhalten und für Pflanzen zur Verfügung stellen und durch ihre Porosität viel Wasser speichern.“ Gleichzeitig kann in der Pflanzenkohle CO2 langfristig gespeichert werden, das durch das Wachstum der Biomasse der Atmosphäre entzogen wurde. Ihr Einsatz ist also gleichzeitig eine Klimaschutzmaßnahme.
Internationaler Erfahrungsaustausch
Die Pflanzenkohle-Macadam-Substrate wurden in Stockholm entwickelt und kommen bisher nur in Schweden, Österreich und der Schweiz zum Einsatz. Modellprojekte aus diesen Ländern zeigen eindrucksvoll die Wirkung der neuen Bauweise. An der Hochschule Wändeswill in Zürich wird Pflanzenkohle beispielsweise gezielt dazu eingesetzt, die Wurzeln von Stadtbäumen zu lenken – dadurch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten in der unterirdischen Raumplanung. Auch bei der sogenannten Schwammstadtbauweise, die die Stadt Graz zur Bewältigung von Starkregenereignissen nutzt, spielt die Verwendung von Pflanzenkohle eine wichtige Rolle: Sie speichert einen Teil des überschüssigen Wassers, der in die unterirdische, tragfähige Schotterstruktur abgeführt wird.
Um die Forschung zu Pflanzenkohle-Substraten möglichst schnell voranzubringen, will "Black2GoGreen" Wissenschaftler, Hersteller und Anwender aus aller Welt miteinander vernetzen. Das ist aus Sicht von Kammann auf der gerade stattgefundenen Tagung gelungen: „Wir freuen uns sehr, dass das Interesse sehr groß war und die Vernetzung der Pioniere und Akteure auf diesem wichtigen Gebiet so gut gelungen ist. Es ist unser Ziel auf diese Weise dazu beizutragen, Hemmschwellen abzubauen und offene Fragen zu adressieren, damit mehr Kommunen erste Schritte in der Erprobung dieser neuen Bauweise für mehr Stadtgrün wagen können.“
Die Zukunft des Projekts
Nach der inspirierenden Fachtagung "Black2GoGreen" an der Hochschule Geisenheim geht das Projekt mit Elan weiter. Es wurde eine Online-Plattform etabliert, die als Open Source-Hub für Wissen und Erfahrungen rund um Pflanzenkohle-Substrate dient. Geplant sind regelmäßige Online Meetings, um den Dialog zu vertiefen und Methoden regional anzupassen. Projekte aus Partnerstädten sollen wissenschaftlich begleitet werden. Der nächste große Meilenstein ist die Tagung im März 2025, die weitere innovative Themen und Entwicklungen in den Fokus rücken wird.

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