Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Geisenheim: Forschungsprojekt zu regenerativem Ackerbau wird verlängert

Mit fortschreitendem Klimawandel mehren sich ausgeprägte Dürre- und Hitzeperioden sowie Extremniederschlagsereignisse. Diese führen zunehmend zu Belastungen der menschlichen Gesundheit und zu Einschränkungen wichtiger Ökosystemleistungen wie z. B. Wasserversorgung, Bodenfruchtbarkeit, Schaffung eines gemäßigten Lokalklimas und Lebensraumfunktion für Tier- und Pflanzenarten.

Wie können landwirtschaftliche Böden dem Klimawandel besser trotzen? Bild: Winfried Schönbach/Hochschule Geisenheim.

Um den Klimafolgen zu begegnen, beschreitet die Praxis seit Jahren im Rahmen der „regenerativen Landwirtschaft“ neue Wege. Diese Form der Landwirtschaft zeichnet sich beispielsweise durch eine reduzierte Bodenbearbeitung und eine dauerhafte Bodenbedeckung aus. Die Bodenbedeckung und die reduzierte Bearbeitungsintensität soll unter anderem für eine Kühlung des Bodens sorgen, gleichzeitig die Nährstoffauswaschung verringern und die Wasserspeicherkapazität des Bodens erhöhen.

Seit Sommer 2020 wird im Projekt AKHWA untersucht, ob der Regenerative Ackerbau eine geeignete Strategie zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel ist. Unter Leitung der Universität Kassel arbeiten in dem vom Land Hessen im Rahmen des Integrierten Klimaschutzplans 2025 mit 2,5 Mio. Euro geförderten Projekt mehrere landwirtschaftliche Betriebe in Hessen sowie die Universität Gießen, die Hochschule Geisenheim und der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen zusammen.

Erste Erfolge und weiterer Forschungsbedarf

Die fruchtbare Zusammenarbeit hat bereits zu vielversprechenden Ergebnissen geführt. Durch eine reduzierte Bodenbearbeitung und Kompostgaben konnte der Kohlenstoffgehalt in den oberen 100 cm des Bodens um bis zu 27% erhöht werden. Eine Mulchdecke kann den Boden deutlich kühlen und Wasser speichern. Positive Wirkungen der regenerativen Landwirtschaft auf das Bodenleben und die Bodenstruktur führten zu einer größeren Resilienz gegenüber Starkregenereignissen bei denen dann mehr Wasseraufnahme durch die Böden und weniger Erosion stattfindet. Trotz erhöhter Kohlenstoff- und Nährstoffgehalte der Böden zeigen erste Ergebnisse, bisher keine Erhöhung der Treibhausgasemissionen.

Neben den positiven Ergebnissen bleiben wichtige Fragen offen, die das Konsortium nun in einer vierjährigen Projektverlängerung untersuchen wird. So werden die Kosten- und Leistungsdaten aus den landwirtschaftlichen Betrieben ermittelt und den Ökosystemleistungen gegenübergestellt. In einer Erweiterung des Projektes werden außerdem mögliche Auswirkungen des Regenerativen Ackerbaus auf Landschaftsebene in Hessen modelliert.


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