Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Gartenbau-Versicherung: "Jordan-Virus" jetzt absicherbar

Nach erstmaligem Auftreten des Jordan-Virus in Europa am Niederrhein letztes Jahr hat die Gartenbau-Versicherung reagiert und ihren Versicherungsschutz erweitert.

Typisch sind die Verfärbungen und Deformationen der Früchte. Bild: GeVau.

Betriebe mit Gewächshaus- und/oder Freilandproduktion können sich ab November 2019 gegen die Folgen des Auftretens des Jordan-Virus bei der Gartenbau-Versicherung (GV) absichern. Das Jordan-Virus oder „Tomato brown rugose fruit virus“ (ToBRFV) besitzt laut Julius-Kühn-Institut ein hohes Risiko, da es extrem leicht übertragbar sowie sehr ausdauernd ist. Damit stellt es ein großes Schadpotenzial für Betriebe dar. Es befällt vor allem Tomatenpflanzen, wurde aber auch bereits an Paprikapflanzen festgestellt. Typisch sind die Verfärbungen und Deformationen der Früchte sowie die Mosaikfärbungen der Blätter. Seit Januar 2019 steht es auf der Warnliste der EPPO, der Pflanzenschutzorganisation für Europa und den Mittelmeerraum. Notfallmaßnahmen seitens der EU treten ab dem 1. November 2019 in Kraft.

Die GV hat mit diesem Schritt ihre seit Frühjahr 2018 bestehenden Deckungsmöglichkeiten im Rahmen der Versicherungsprodukte HORTISECUR G (Gewächshaus) und HORTISECUR F (Freiland) an den veränderten Bedarf in der Branche angepasst. Zu den bereits versicherbaren Schaderregern Xylella fastidiosa, Asiatischer Laubholzbockkäfer, Zitrusbockkäfer und Asiatischer Moschusbockkäfer kommt nun das Jordan-Virus hinzu. Auch wurden die bisherigen Leistungen in diesem Zusammenhang erweitert: Zukünftig sind die durch behördliche Anordnung direkt zu tilgenden Pflanzen Bestandteil des Versicherungsschutzes. Die genannten Veränderungen gelten natürlich auch bei bereits abgeschlossenen Verträgen.

Für den Versicherungsschutz haben sich seitdem über 1.000 Betriebe entschieden. (GV)

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