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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Gartenbau NRW: 200 Mio. Euro Umsatzverlust bis Juni
Die beschlossenen Einschränkungen während der Corona-Krise sind wichtig, bringen viele Betriebe jedoch an die Existenzgrenze. Die Beschränkungen zu Beginn des Frühjahrs treffen den Zierpflanzenbau hier mitten ins Herz. In NRW, dem größten Gartenbauland in Deutschland, sind von den Gärtnern für die nächsten Wochen Beet- und Balkonpflanzen für das Frühjahr produziert worden. Die Pflanzen können nicht wie andere Produkte gelagert werden, sondern finden jetzt den Kunden oder müssen eben entsorgt werden. Bei den meisten Gartenbaubetrieben geht es jetzt um die Existenz, da in diesen Wochen der Großteil des Jahreseinkommens umgesetzt wird.
Finanzhilfen dringend erforderlich
In einer Umfrage an die Mitglieder des Landesverbandes Gartenbau NRW wird der Umsatzverlust bis Juni auf 200 Mio. Euro geschätzt. Die aktuell für die Produktionsbetriebe angebotene Finanzierung über die Rentenbank sieht, im Gegensatz zu anderen Kreditprogrammen, keine öffentliche Bürgschaft vor. Das sind die gleichen Modalitäten wie vor der Krise. „Wenn die Politik den Gartenbau in NRW erhalten will, muss hier dringend nachgebessert werden. Und zwar schnell. Die Betriebe benötigen jetzt Hilfen. Im Mai ist es zu spät, dann sind die meisten zahlungsunfähig“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes in NRW. „Es ist unverantwortlich, gerade die Menschen alleine zu lassen, die in Zukunft die Blumen und Pflanzen produzieren sollen, die wir für eine nachhaltige Umwelt dringend benötigen.“

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