Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Garten- und Landschaftsbau: Lohnrunde droht zu scheitern

Der Garten- und Landschaftsbau in Deutschland steuert auf einen Konflikt zu: Die Tarifverhandlungen über höhere Löhne für die bundesweit rund 130.000 Beschäftigten in mehr als 19.300 Betrieben der Branche drohen zu scheitern. Das teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Zuvor hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde nicht auf ein Ergebnis einigen können.

Keine Einigung im Tarifstreit zwischen der IG BAU und dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau.

Die IG BAU und der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau trennten sich am Donnerstagabend nach 10-stündiger Verhandlung in Frankfurt am Main – ohne sich auf eine mögliche dritte Verhandlungsrunde zu verständigen. „Die Fronten sind verhärtet. Die Situation ist festgefahren“, sagt IG BAU-Verhandlungsführer Carsten Burckhardt.

Die Arbeitgeber hätten bei einer Laufzeit von zwei Jahren umgerechnet bis 2025 lediglich 3,75% Lohnzuwachs pro Jahr als Angebot vorgelegt, was einen erheblichen Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeuten würde, so die Gewerkschaft. Die IG BAU dagegen fordert den „Inflationsausgleich plus X“ für Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen der Branche.

Carsten Burckhardt kritisiert die Arbeitgeber scharf: „Von der Landschaftsplanerin über den Landschaftsgärtner bis zum Sportplatzbauer: Die grüne Branche mutet ihren Beschäftigten rote Zahlen auf dem Lohnkonto zu. Die Arbeitgeber sind nicht einmal bereit, die Inflation auszugleichen. Von einer Entschädigung für die harte Arbeit, die in der Branche geleistet wird, kann damit keine Rede sein. So hält und gewinnt man keine Fachkräfte.“

Die Verhandlungen seien von einer „äußerst zähen Hartnäckigkeit der Arbeitgeber“ geprägt gewesen. „Die Arbeitgeber haben versucht, die eigenen Erfolge und damit auch die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Garten- und Landschaftsbau schlechtzureden – und das nur, um geringere Lohnerhöhungen zu zahlen“, so Carsten Burckhardt vom Bundesvorstand der IG BAU.

Die IG BAU werde nun in ihrem Branchen-Gremium, der Bundesfachgruppe Garten- und Landschaftsbau, entscheiden, ob sie zu einer dritten und letzten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern bereit sei. Andernfalls werde sie das Scheitern der Verhandlungen erklären. Dann wären Tarifverhandlungen mit den zwölf Einzelverbänden im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau auf Länderebene ein nächster Schritt. (IG BAU)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.