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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
GaLaBau NRW: Unternehmer sehen zuversichtlicher in die Zukunft
Im Schnitt hat etwa jedes zweite Fachunternehmen in den vergangenen zwölf Monaten seine Mitarbeiterzahl erhöht – dies verdeutlicht die aktuelle Herbstumfrage des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen. Dies ist eine Folge davon, dass sich die wirtschaftliche Situation der Mitgliedsunternehmen weiter positiv gefestigt hat.
„Unsere kürzlich turnusgemäß durchgeführte Konjunkturumfrage hat ergeben, dass sowohl im Bereich der Auftragslage als auch bezüglich der Preisentwicklung kaum Unterschiede zu den guten Daten der zuvor erfolgten Erhebungen seit Oktober 2014 vorhanden sind“, erklärt Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des Verbandes GaLaBau NRW, in Oberhausen. Es sei festzustellen, dass weiterhin über 85% der Betriebe eine gleiche oder bessere Auftragslage gegenüber dem letzten Jahr haben. Lediglich der Auftragsbestand im Bereich der Pflege zeigt sich leicht rückläufig. Dafür gibt es mehr Aufträge für den Um- und Neubau von Gärten und Grünanlagen.
Nennenswert verbessert hat sich die Situation bei den öffentlichen Submissionen: In der jüngsten Zeit reichten durchschnittlich 10 Angebote aus, um einen Auftrag zu erhalten. Im Frühjahr waren für einen Zuschlag im Schnitt noch 14 Angebote zu erstellen.
Einen ähnlich positiven Trend gibt es bei der Preisentwicklung nur im Bereich der Privatkunden: Etwa ein Drittel der Mitgliedsunternehmen konnte gestiegene Material- und Arbeitskosten an ihre Kunden weitergeben. Trotz des guten Konjunkturverlaufs ist es aber den GaLaBau-Fachunternehmen in der Breite nicht gelungen, die Preise gemäß den entsprechenden Kostenerfordernissen zu erhöhen – insbesondere auf dem stark umkämpften öffentlichen Auftragsmarkt. Ähnlich sieht es im Bereich Gewerbe und Industrie aus. Hier konnte nur etwa jedes zehnte landschaftsgärtnerische Fachunternehmen Preisanpassungen vornehmen.
Es gilt also für die Landschaftsgärtner, ihre Kostenstruktur genauestens im Blick zu haben – zumal für sie ein Forderungsmanagement immer wichtiger wird. Denn: Im Hinblick auf das Zahlungsverhalten ist weiterhin festzustellen, dass rund jeder sechste Auftraggeber seine Zahlungsziele nicht einhält. „Das ist für unsere überwiegend kleinen und mittelständisch strukturierten Mitgliedsbetriebe eindeutig zu hoch, da sie vor allem bei der Um- und Neugestaltung von Gärten und Grünanlagen oft gezwungen sind, stärker als geplant in Vorleistung zu gehen“, erläutert der Verbandsgeschäftsführer.
Grund zum generellen Pessimismus gibt es für die Branche aber auch weiterhin nicht. Es wird daher von den Unternehmen zuversichtlich nach vorn geschaut. Im Hinblick auf die Zukunftsaussichten für die nächsten fünf Jahre schätzen rund 98 Prozent der Umfrage-Teilnehmer die Entwicklung für die Branche als „sehr gut“ bis „befriedigend“ ein. (pcw)

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