Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

FvB: "Baumschutz als Leistungsposition mit aufnehmen"

Rainer Hilsberg erläuterte bei der Tagung des Fachverbandes Baumpflege FvB am 2. September 2023 den ca. 70 Teilnehmern einige aktuelle Rechtsprechung.

Engagiert diskutierten Referenten und Teilnehmer der Fachtagung. Bild: Banse/Upload.

So ist auch einer kleinen Gemeinde zumutbar, fachkundiges Personal bei Baumkontrollen einzusetzen. Zum Thema Eichenprozessionsspinners (EPS) gibt es Urteile, dass Grundstückseigentümer grundsätzlich – außer im Wald - verantwortlich für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) sind und die Kosten der Bekämpfung keine unzumutbare Belastung sind.

Ein neues Verfahren zur Bekämpfung des EPS ist derzeit im Zulassungsverfahren, berichtet Prof. Dr. Wolfgang Rohe, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Göttingen. Dabei werden keine Schutzanzüge mehr benötigt, die Nester der Raupe müssen nicht mehr gesondert geborgen werden und Nützlinge werden geschützt. Nach der 2024 erwarteten Zulassung sind entsprechende Fortbildungen geplant.

Baumsachverständiger Öbuv. Dipl. Ing. Marc Wilde, Lengerich, stellte mit seinem Vortrag „Kreative Lösungen zum Schutz von Bäumen an Baustellen" die Problematik des u.a. Glasfaserausbaus und den damit verbunden Beschädigungen an Bäumen im öffentlichen Raum dar. „Wenn wir nicht konsequent den Wurzelraum der Bäume schützen, werden uns in den kommenden 5-10 Jahren zunehmend Bäume im Straßenraum umstürzen", so Marc Wilde. Er rät Kommunen und Gemeinden dazu, den Baumschutz auf Baustellen den privaten Bauträgern als Auflage vorzugeben, diesen als Leistungsposition mit in die Ausschreibung aufzunehmen und die fachgerechte Ausführung zu kontrollieren.

Den Einsatz des Georadars zur Ortung von Wurzeln, stellte Jonas Heck, Student an der HAWK Göttingen vor. Mittels elektrischen Wellen werden Wurzeln erkennbar und können so geschützt werden.

Eine Baumunterpflanzung mit Stauden kann Bäume vor Hundeurin, Bodenverdichtung und Austrocknung schützen, erläuterte Dr. Philipp Schönfeld, Nürnberg. Er stellte attraktive Kombinationen von Staudenanpflanzungen und Einsaaten vor. Aktuelle Versuche werden voraussichtlich ab 2024 Mischungen für salzverträgliche Stauden hervorbringen. (ZVG/FvB)

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