Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Fruit Logistica: Verrückte Wissenschaftler konfrontieren Politiker mit ungeschönten Lebensmittelpreisen

Förmlich überfallen wurde die Delegation des niederländischen Wirtschaftsministeriums bei ihrem Rundgang am Mittwochnachmittag auf der Fruit Logistica von zwei vermeintlichen Wissenschaftlern.

Förmlich überfallen wurde die Delegation des niederländischen Wirtschaftsministeriums bei ihrem Rundgang am Mittwochnachmittag auf der Fruit Logistica von zwei vermeintlichen Wissenschaftlern. Mit ihrem mobilen True Cost Lab sorgte die schwedische Forschergruppe um Prof. Tore TröKost-Blomström für allerlei Licht- und Knalleffekte und machte deutlich, warum wir uns billige Nahrungsmittel bald nicht mehr leisten können. Hans Hoogeveen, niederländischer Generaldirektor für Landwirtschaft und Naturschutz, zeigte sich begeistert und lud die Macher der Kampagne „Was unser Essen wirklich kostet“ zum Gespräch ins Ministerium ein.

Konventionelle Lebensmittel sind billig wie nie – weil die wahren Kosten ihrer Produktion nicht im Ladenpreis enthalten sind. Darum hat der internationale Bio-Distributor Eosta und die Eigenmarke Nature & More gemeinsam mit IFOAM – Organics International und der Stiftung Ökologie und Landbau die Kampagne „Was unser Essen wirklich kostet“ gestartet. Die Vollkostenrechnung am Beispiel von konventionellem und Bio-Obst stützt sich dabei auf ein Modell der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). “Zugegeben eine Menge Zahlen”, erklärt Volkert Engelsman, Geschäftsführer von Eosta. “Um diese anschaulich zu machen, haben wir die Hilfe von Prof. Tore TröKost-Blomström erbeten“, fügt Engelsman mit einem Augenzwinkern hinzu.

Mit seinem auffallenden True Cost Lab sorgt der wirre Mann im weißen Kittel für Aufsehen unter den Messebesuchern. Der Clou: die von ihm entwickelte Apparatur errechnet innerhalb kurzer Zeit die versteckten Kosten eines Produkts für Mensch und Umwelt. Ein grüner Ballon steht für einen positiven, ein roter Ballon für einen negativen „Fußabdruck“. TröKost-Blomström: „Wir arbeiten bereits daran, dass Verbraucher in spätestens zwei Jahren selbst diesen Test mit ihrem Smartphone durchführen können. Das wird eine Klatsche für die vermeintlich kleinen Preise!“ Generalsekretär Hans Hoogeveen gratulierte zu diesem Schritt hin zu noch mehr Lebensmitteltransparenz und vereinbarte mit Engelsman einen Gesprächstermin im Ministerium – darin solle es um die Sensibilisierung von Endverbrauchern für dieses Thema gehen. 

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