Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Frühkartoffeln: Verbraucher profitieren von günstigen Preisen

Wie jedes Jahr erreichen die Preise für Kartoffeln, die der Verbraucher im Lebensmitteleinzelhandel zahlen muss, im Juni ihren Höhepunkt. Das geschieht zeitgleich mit der Dominanz von teuren Importen aus dem Mittelmeerraum.

Im Gegensatz zu vielen anderen Nahrungsmitteln sind Kartoffeln nicht ungewöhnlich teuer. Bild: GABOT.

Ab sofort stellen Deutschlands Kartoffelanbauer dem Verbraucher heimische, festschalige Speisefrühkartoffeln zur Verfügung, die bald die Sortimente der Supermärkte und Discounter beherrschen werden. Diese regionale Ware in besonderer Frische wird im Verlauf der kommenden Wochen mit steigendem Angebot wie gewohnt immer günstiger.

Im Gegensatz zu vielen anderen Nahrungsmitteln sind Kartoffeln nicht ungewöhnlich teuer. Vergangene Woche beispielsweise kosteten festkochende Sorten im Bundesmittel 1,36 Euro/kg und waren damit 1 Cent günstiger als in der gleichen Vorjahreswoche und sogar 23 Cent günstiger als 2019. Nur im Jahr 2020 kosteten die Kartoffeln 5 Cent weniger als derzeit. Je nach Geschäftstyp und Verpackungsgröße sind die Preise sehr unterschiedlich und reichten von 1,18 Euro/kg bis 1,67 Euro/kg.

Erzeuger in Deutschland bekommen momentan genau so viel für ihre Kartoffeln wie 2021, bis zum Endverbraucher schlagen dann aber etwas höhere Transport- und Verpackungskosten zu Buche. Dadurch könnten die Verbraucherpreise im weiteren Verlauf wieder leicht über die des Vorjahres geraten. Letztlich ist das aber nicht sicher. Der Preis für Kartoffeln bildet sich schließlich frei nach dem Verhältnis von Angebot zur Nachfrage, egal welche Kosten der Landwirt auf dem Acker hatte.

Ab jetzt werden Frühkartoffeln mit der Ernte in Deutschland sowieso langsam aber sicher etwas günstiger. Im September wissen wir dann, wie die Ernte ausfällt und es stellt sich entweder ein hohes, durchschnittliches oder niedriges Preisniveau ein, je nachdem wie gut die Knollen in den kommenden Wochen noch wachsen. (Bundesvereinigung Erzeugergemeinschaften Kartoffeln)

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