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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Frühkartoffeln: Erste Knollen liegen in der Erde
„Die ersten Frühkartoffeln sind schon seit Ende Februar in der Erde“, sagt Joachim Hasberg, Geschäftsführer der Niedersächsischen Früh- und Veredlungskartoffel-Erzeugergemeinschaft. Nach den ehrgeizigen Frühstartern im Wettbewerb um die erste Knolle in der Erde, sind nun auch die restlichen Frühkartoffelanbauer dabei, ihre Felder zu bestellen. Die ersten Wochen mit Folie und Vlies abgedeckt, liegen sie gut geschützt vor Frost in den Dämmen des sandigen Bodens zwischen Peine, Burgdorf und Hannover. Denn Kartoffeln werden nicht gesät oder gepflanzt, sondern gelegt und dann angehäufelt, wodurch die für Kartoffelfelder typischen Dämme entstehen.
„Der Boden in den aufgeschütteten Dämmen erwärmt sich schneller, dadurch können Landwirtinnen und Landwirte bereits früh im Jahr mit dem Anbau beginnen“, erläutert Hasberg. Darüber hinaus verbessere die Dammform das Bodenklima, und die lockerere Bodenstruktur in den Dämmen fördere den Gasaustausch im Boden. Sauerstoff gelangt so leichter zu den Wurzeln, während Kohlendioxid entweichen kann. Davon profitieren sowohl die Kartoffelpflanzen als auch die zahlreichen Mikroorganismen im Boden, die wichtige Funktionen für das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit übernehmen.
„Je früher, desto besser“, fasst Hasberg den Start in die Saison zusammen. Schließlich steht mit dem Muttertag am 10. Mai eine wichtige Zielmarke für die ersten Frühkartoffeln fest. Diese Raritäten werden dann nach und nach in den Hofläden angeboten. „Grundsätzlich brauchen die Kartoffelbestände etwa 100 Tage, bis sie erntereif sind“, erläutert Hasberg. Von Schalenfestigkeit und damit von Lagerfähigkeit sind sie zu diesem Zeitpunkt jedoch noch weit entfernt – Frühkartoffeln sollten daher möglichst frisch verzehrt werden.
Wer lieber lagerfähige Kartoffeln verarbeitet, kann derzeit noch beruhigt zugreifen. „Im Moment liegen noch genügend Kartoffeln aus der vorherigen Ernte in den Lagerhallen“, sagt Hasberg. Während sich Verbraucherinnen und Verbraucher über die große Auswahl freuen, bedeutet der Anbau von Frühkartoffeln für Landwirte immer auch ein hohes Risiko. „Die Pflanzen können leicht vertrocknen oder erfrieren. Und wenn alles perfekt läuft, fallen manchmal die Preise, weil die Mengen groß sind oder Importe aus Israel und Ägypten den Markt überschwemmen“, schildert der Frühkartoffelexperte seine langjährigen Erfahrungen. Trotz dieses Nervenkitzels sind die Kartoffelbauern optimistisch in die neue Saison gestartet – und blicken voller Vorfreude auf die kommende Ernte. (LPD 21/2026)

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