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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Frostschäden: Keine EU-Hilfen für deutsche Betriebe?
Die EU-Kommission hat Krisenhilfen aus der Agrarreserve für Österreich, Tschechien und Polen in Höhe von 62 Mio. Euro in Aussicht gestellt, um die dortigen Ertragsausfälle durch Frost und Hagel in Obst-, Gemüse- und Weinbaubetrieben zu kompensieren – ohne Deutschland in die Hilfsmaßnahme einzubeziehen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte dem Vorhaben deshalb seine Zustimmung verweigert. Der Vorschlag fand dennoch eine Mehrheit im Ministerrat.
„Gerade die Obstbaugebiete in den östlichen Bundesländern waren von der Kaltwetterfront genauso betroffen wie die Kollegen in Polen, Tschechien und Österreich“, betonte Bundesfachgruppengeschäftsführer Joerg Hilbers. Umso unverständlicher sei es, dass Deutschland quasi übergangen worden sei.
Nach aktuellen Schätzungen habe es flächendeckende Frostschäden in Sachsen gegeben sowie „regional differenzierte und punktuell starke“ Frostschäden in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland. Die Schäden summieren sich in Deutschland auf mindestens bis zu 254 Mio. Euro.
Die Finanzmittel der Kommission stammen aus einem Fonds, der eigentlich für Marktverwerfungen gedacht ist. Das Vorgehen der Brüsseler Behörde stößt beim deutschen Obstbau auf Unverständnis. Die Bundesfachgruppe fordert zügig Nachbesserungen. (ZVG/Bundesfachgruppe)

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