Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Frankreich: Corona erschüttert die Gartenbauindustrie

Der Gartenbausektor ist durch den Plan zur Bekämpfung von Covid-19 sehr geschwächt. Die Schließung von Gartencentern und Floristen betrifft in Frankreich 3.600 Produktionsbetriebe.

In Frankreich sind praktisch alle Verkaufsstellen für Blumen und Pflanzen geschlossen. Bild: GABOT.

"Wir produzieren? Wir produzieren nicht? Und wenn wir produzieren, wie verkaufen wir?" Während des ganzen Tages wurde am Montag beim Nationalen Verband der Gartenbau- und Baumschulproduzenten (FNPHP) über die Auswirkungen der Bekämpfungsmaßnahmen diskutiert. Die Leitlinien der Regierung gegen die Corona-Epidemie bläst eine Welle der Panik auf den französischen Gartenbausektor und seine verschiedenen Zweige. Durch die Schließung von 1.700 Gartencentern, 1.733 landwirtschaftlichen Selbstbedienungsgeschäften und 15.104 Blumengeschäften werden die 3.611 Gartenbaubetriebe ihrer Verkaufsstellen beraubt. Laut Virginie Oddo von der FNPHP ist der Einzelhandelsverkauf am Produktionsstandort ebenfalls verboten.

"Alles ist gestoppt"

Auch die Verbindung zum Großhandel (395 Unternehmen, 2.200 Arbeitsplätze) ist unterbrochen. Die Horticash-Gruppe, Großhändler von Pflanzen für Profis (Floristen, Gartencenter, Grünflächen-Dienstleistungen für Kommunen), musste den Verkauf von Pflanzen und Zubehör in ihren vierzehn Filialen eingestellen.

Zum schlimmsten Zeitpunkt

Dieser Stopp kommt im ungünstigsten Termin: Genau zu Beginn der Frühjahrssaison, in der der Gartenbausektor 80% seines Jahresumsatzes erzielt. "Nach einem besonders regnerischen Winter warteten wir ungeduldig auf die ersten Sonnentage, die Lust auf Gartenarbeit machen. Aber das ist nun vorbei! Es ist eine Katastrophe!", beklagt Claudine Oger, Gartenbau-Unternehmerin in Tiercé (Maine-et-Loire), Mitglied der Genossenschaft Fleuron d'Anjou.

Die brutale Unterbrechung des Handels stellt die Gärtner vor eine sehr heikle Situation: Volle Gewächshäuser, verderbliche Pflanzen ohne Verkaufsstellen, das Konto, das durch die Kosten des Anbaus belastet wird, ohne Einkommen im Gegenzug und eine Belegschaft, die zum Teil zu Hause bleiben muss...

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.