Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Forschung: Wie sich Pflanzen an Umweltbedingungen anpassen

Wüste, giftiges Gestein oder Boden mit hohem Salzgehalt: Überall gibt es Pflanzen, die sich im Laufe der Evolution an die widrigsten Bedingungen angepasst haben. Die Bodenzusammensetzung ist von Ort zu Ort stark unterschiedlich - auch dort, wo man es mit bloßem Auge kaum erkennt.

Ute Krämer gewinnt durch ihre Arbeit Einblicke in die Evolution der Pflanzen. Bild: © RUB, Marquard.

Welche natürlich entstandenen genetischen Veränderungen Pflanzen das Überleben an ihrem besonderen Standort erleichtern, wird Prof. Dr. Ute Krämer, Ruhr-Universität Bochum (RUB), mit einem Advanced Grant des European Research Council (ERC) untersuchen.

Die Inhaberin des Lehrstuhls für Molekulargenetik und Physiologie der Pflanzen erhält die Förderung für fünf Jahre.

Kresse saugt Schwermetall auf

Die Art namens Hallersche Schaumkresse, Arabidopsis halleri, ist ein Beispiel für eine hohe evolutionäre Anpassungsfähigkeit. Sie wird Ute Krämer als Modellorganismus für ihre Forschung dienen. Die Schaumkresse ist dafür bekannt, dass sie schwermetallverseuchte Böden besiedeln kann und sogar giftige Stoffe wie Zink, Cadmium und möglicherweise auch Blei scheinbar gezielt aus dem Boden heraussaugt. Bei Untersuchungen der Pflanze von verschiedenen Standorten in Europa fanden Forscher um Ute Krämer sehr unterschiedliche Konzentrationen dieser Stoffe in den Blättern der Pflanze vor. „Diese Werte waren nur zum Teil abhängig von der Zusammensetzung des jeweiligen Bodens – der Zusammenhang war überraschend komplex“, sagt Ute Krämer.

„Die genetische Basis für diese Anpassungsfähigkeit ist bisher noch wenig verstanden, wird aber durch neue Techniken für die Biologie zugänglich“, sagt sie. Ziel ihrer Arbeit wird es sein, die genetischen Grundlagen solcher Anpassungen zu verstehen. Dafür wird sie eine Kombination verschiedener Methoden nutzen, mit einem Schwerpunkt auf neuen Hochdurchsatz-Sequenzierungsverfahren. Dies ermöglicht eine gezielte Analyse der genetischen Vielfalt im direkten Zusammenhang mit Unterschieden zwischen Individuen derselben Pflanzenart in ihrem Umgang mit Bodenmineralien. (Ruhr-Universität Bochum)

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