Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Forschung: Wie Pflanzen Stress abbauen

Ein Team von Pflanzenbiolog*innen an der Technischen Universität Braunschweig und des Julius Kühn-Instituts Braunschweig hat ein Gen entschlüsselt, das den Stressabbau in Pflanzen steuert. Umwelteinflüsse können Stress auslösen, wodurch ihr Wachstum und ihre Vermehrungsfähigkeit eingeschränkt werden.

Nadiem Atiq, Dr. Maria João Pimenta Lange und Prof. Theo Lange. Bild: Annette Kaiser/TU Braunschweig.

Um sich besser an die Umgebungssituationen anzupassen, z.B. bei sich wandelndem Klima, können Pflanzen durch Stressregulierung, ihre Überlebenschancen verbessern. Wichtig sind diese neuen, im renommierten Magazin „Nature Communications“ veröffentlichten Erkenntnisse etwa in der Landwirtschaft und Pflanzenzucht.

Pflanzen sind naturgemäß an ihren Standort gebunden und können widrigen Umweltbedingungen nicht durch Migration entkommen. Daher haben sie im Laufe der Evolution ausgeklügelte Mechanismen entwickelt, um sich an unterschiedliche Standortfaktoren ihres Lebensraums anzupassen. So findet die Samenkeimung nur bei geeigneten äußeren Bedingungen statt. Und nach der Keimung muss die Pflanze auch in der Lage sein, auf sich ändernde Umweltbedingungen, wie zum Beispiel Trockenstress (hervorgerufen durch Wassermangel), zu reagieren. Solche Entscheidungsprozesse werden über hormonelle Signalwege gesteuert.

Die Forscher*innengruppe um Professor Theo Lange (Technische Universität Braunschweig) und Dr. Pimenta Lange (Julius Kühn-Institut) hat nun die entscheidende Funktion des Gens GAS2 in der Modelpflanze Arabidopsis entschlüsselt. Das Gen steuert einen speziellen Signalweg, über den das Stresshormon Abscisinsäure abgebaut wird. Dieser Signalweg ermöglicht die Samenkeimung und auch die Überlebensfähigkeit z.B. bei Trockenstress.

Die Ergebnisse eröffnen jetzt neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Strategien, um die Keimung von Nutzpflanzen zu optimieren und gleichzeitig ihre Resistenz gegenüber Stressfaktoren zu erhöhen. Insbesondere in Zeiten des Klimawandels könnten solche Strategien von großem praktischen Nutzen in der Pflanzenzucht und Landwirtschaft sein.

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