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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Forschung: Stressmanagement von Pflanzen
Wofür entscheidet sich eine Pflanze in einer Stresssituation – weiter wachsen oder verteidigen? Das möchte Dr. Maria Pimenta Lange von der Technischen Universität Braunschweig herausfinden. Unterstützt wird das Vorhaben von der VolkswagenStiftung, die mit dem „Experiment!“-Programm riskante Forschungsideen fördert.
Tritt eine Störung der Pflanze, zum Beispiel des Gleichgewichtszustandes (Homöostase), auf, reagieren sie auf nachteilige Veränderungen in ihrer Umgebung. Sie passen die Aktivität ihrer Gene an (Transkriptom), um bspw. spezielle Proteine herzustellen. Auch der gesamte Stoffwechsel und die Ressourcenzuteilung werden neu programmiert, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Um zu überleben und sich zu vermehren, müssen Pflanzen beides: wachsen und sich verteidigen. Bislang ist unbekannt, wie sie sich für das eine oder das andere – Wachstum oder Abwehr – entscheiden. Ziel des Projektes von Dr. Maria Pimenta Lange ist es, die Reaktionen der Organismen auf Stress zu analysieren. Dazu vergleicht sie das Stressmanagement von betäubten Pflanzen mit dem von „wachen“ Pflanzen. Es hat sich gezeigt, dass mehrere Pflanzenarten, darunter Mimosen, Venusfliegenfallen und Sonnentau, auf Anästhesiebehandlungen reagieren: Sie verlieren ihre autonome und berührungsinduzierte Fähigkeit zur Bewegung. Dieses Wissen wird Dr. Pimenta Lange vom Institut für Pflanzenbiologie nutzen, um molekulare Reaktionen zu identifizieren, die für die Entscheidung in einer Stresssituation verantwortlich sind.
Ziel der Förderinitiative "Experiment!" ist die Erkundung radikal neuer und riskanter Forschungsideen. Die VolkswagenStiftung unterstützt Forschungsvorhaben im Bereich Natur-, Ingenieur-, und Lebenswissenschaften mit ungewissem Ausgang für jeweils 18 Monate. „It is very difficult to get research grants for new ideas and risky projects. Therefore, the Experiment-program is very attractive and competitive”, sagt Dr. Pimenta Lange.

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